Motorsport Formel1
Massa sichert sich die Pole, "Schumi" Zweiter

Formel-1-Pilot Felipe Massa hat sich beim Qualifying zum Großen Preis von Japan die Pole Position gesichert. Der Ferrari-Pilot verwies Teamkollege Michael Schumacher auf Rang zwei. Fernando Alonso startet von Platz fünf.

Toller Auftakt für Michael Schumacher in Suzuka: Der Ferrari-Pilot hat sich mit Startplatz zwei im Qualifying am Samstag eine hervorragende Ausgangsposition für den Großen Preis von Japan am Sonntag (7.00 Uhr Mesz/live bei Premiere und RTL) geschaffen und seinen Titelrivalen Fernando Alonso abgehängt. Der Spanier, der in der Gesamtwertung vor dem vorletzten Rennen der Saison punktgleich hinter Schumacher auf Platz zwei liegt, musste sich noch hinter Ralf Schumacher und dessen Toyota-Kollegen Jarno Trulli mit Startposition fünf zufrieden geben.

Pole für Felipe Massa

"Wir in der ersten Reihe und Renault nur in der dritten - das ist eine sehr gute Ausgangsposition für das Rennen und die WM", meinte Michael Schumacher, der in 1:29,711 Minuten überraschend nur seinem Ferrari-Kollegen Felipe Massa (1:29,599) den Vortritt lassen musste: "Natürlich ist es immer besser, auf der Pole Position zu stehen. Aber ich habe einen starken Teamkollegen, der schneller war." Für den jungen Brasilianer war es die zweite Pole seiner Karriere.

In Istanbul war die Situation schon einmal ähnlich. Massa stand auf Startplatz eins und lag vor Schumacher, als in der Anfangsphase das Safety Car auf die Strecke fuhr. Schumacher musste hinter Massa auf seinen Reifenwechsel warten und verlor seinen Platz und zwei WM-Punkte an Alonso. Daran will "Schumi" aber nicht mehr denken. "Wir müssen zusammenarbeiten und uns darauf konzentrieren, wo die Renault sind", sagte der 37-Jährige: "Wir sollten die Performance haben, unsere Positionen zu verteidigen."

Reifen das Zünglein an der Waage

Die große Dominanz hat Ferrari auch den Bridgestone-Reifen zu verdanken. "Das hat eine ganz entscheidende Rolle gespielt. Dass Toyota vor Renault steht, ist auch darauf zurückzuführen", sagte Schumacher. Er hofft, dass Massa auch im Rennen Alonso in Schach halten kann: "Ich wäre nicht böse, wenn Fernando Dritter wird und ich gewinne. Das wäre eine optimale Konstellation für uns alle."

Schumacher hat in Suzuka schon sechsmal gewonnen sowie 2000 und 2003 den WM-Titel perfekt gemacht. Sollte er am Sonntag auch gewinnen und Alonso maximal Neunter werden, hätte er seinen achten WM-Titel bereits in der Tasche. Das letzte Rennen seiner einzigartigen Karriere am 22. Oktober in Sao Paulo wäre dann nur noch ein Schaulaufen.

Alonso dennoch zufrieden

Alonso (1:30,599) war angesichts der Unterlegenheit seiner Michelin-Reifen mit dem Ergebnis sogar noch zufrieden. "Wir wussten schon nach dem Training am Morgen, dass das Qualifying schwierig werden würde. Wir waren auf einer Runde nicht schnell genug. Wir haben das Maximum herausgeholt", meinte der Spanier. "Für den WM-Kampf ist die Position natürlich nicht ideal. Aber wir haben schon mehrfach in dieser Saison Kehrtwendungen erlebt. Wer sagt denn, dass das nicht auch hier passiert?", meinte Alonso.

Alle vier Deutschen unter den Top 10

Dagegen strahlte Ralf Schumacher über das ganze Gesicht. Der Toyota-Pilot, der im Vorjahr in Suzuka sogar auf der Pole Position gestanden hatte, feierte als Dritter seine beste Startposition der Saison. "Das ist toll für das Team, gerade in Japan vor unseren vielen Fans und den Direktoren. Wir haben schon länger das Auto dafür, wir mussten nur mal alles zusammenbringen", sagte er.

Beim Start würde er zwar versuchen, vielleicht sogar vor seinem Bruder in die erste Kurve einzubiegen. Über die Renndistanz schätzt er Ferrari aber stärker ein: "Wir versuchen, dahinter einzulaufen. Damit würde ich Michael automatisch auch helfen."

Zum ersten Mal in dieser Saison fuhren alle vier deutschen Piloten unter die Top zehn der Startaufstellung. Nick Heidfeld im BMW-Sauber wurde Neunter, Williams-Pilot Nico Rosberg Zehnter.

© SID

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