Motorsport Formel1
Massa und Räikkönen sorgen für Ferrari-Doppelsieg

Ferrari sorgt in der Formel-1-Weltmeisterschaft wieder für Spannung. Felipe Massa gewann den Großen Preis der Türkei vor Teamkollege Kimi Räikkönen und verkürzte den Rückstand zu Spitzenreiter Lewis Hamilton.

Lewis Hamilton spürt in WM-Gesamtwertung wieder seine Verfolger im Nacken. Wegen eines Reifenschadens kam der Brite beim Rennen in Istanbul nur auf Platz fünf. Hamiltons Pech nutzten die Ferrari-Piloten Felipe Massa und Kimi Räikkönen zu den Plätzen eins und zwei. Hamilton hat nun nur noch fünf Punkte auf seinen Mclaren-Mercedes-Teamkollegen Fernando Alonso (84:79). Der Weltmeister aus Spanien schaffte nach einem eher unauffälligen Rennen letztlich als Dritter den Sprung aufs Treppchen.

Massa dagegen verkürzte durch seinen dritten Saisonsieg nach Bahrain und Spanien und den fünften seiner Karriere den Rückstand zu Hamilton auf 15 Punkte. Zugleich schob sich der Brasilianer in der internen Ferrari-Rangliste wieder vor den Finnen Räikkönen, der auf der Strecke vor den Toren der Bosporus-Metropole keine Chance gegen Massa hatte, der im Vorjahr in Istanbul erstmals gewonnen hatte. Am Ende führ der "Iceman" mit 2,2 Sekunden Rückstand als Zweiter über die Ziellinie.

Alonso und Heidfeld profitieren von Hamiltons Pech

Alonso profitierte dagegen vier Tage nach dem Friedensgipfel im "Silberpfeil"-Lager von Hamiltons Pech 16 Runden vor Schluss, als sich der rechte Vorderreifen auflöste. Der Weltmeister aus Spanien fuhr an Hamilton vorbei auf den dritten Platz. Der Brite musste zudem noch BMW-Sauber-Pilot Nick Heidfeld aus Mönchengladbach passieren lassen, der fünf Tage nach seiner Vertragsverlängerung bei den Münchnern als Vierter erneut bester Deutscher war.

Nico Rosberg (Wiesbaden) holte im Williams-Toyota als Siebter erneut zwei WM-Punkte, von denen die restlichen deutschen Fahrer weit entfernt waren. Ralf Schumacher (Kerpen/Toyota) wurde Zwölfter, Sebastian Vettel (Heppenheim/Toro-Rosso-Toyota) landete hinter seinem Teamkollegen Vitantonio Liuzzi (Italien) auf Rang 19, Adrian Sutil (Gräfelfing/Spyker-Ferrari) auf Position 21.

Auch in der Markenwertung machte der 74. Ferrari-Doppelsieg der Formel-1-Geschichte das Titelrennen spannender. Dort beträgt der Rückstand der Scuderia auf Mclaren-Mercedes nur noch elf Zähler (137:148). Am 19. September verhandelt das Berufungsgericht des Automobil-Weltverbandes FIA noch den Einspruch der "Silberpfeile" gegen den Abzug der 15 WM-Zähler aus Budapest, der wegen der Boxen-Blockade Alonsos gegen Hamilton ausgesprochen worden war.

Ferraris ziehen nach Traumstart an "Silberpfeilen" vorbei

Die Ferraris erwischten im Backofen Istanbul einen Traumstart. Bei Lufttemperaturen von 36 Grad Celsius und 52 Grad auf dem Asphalt verteidigte Massa ungefährdet seine Pole Position, sein Teamkollege Räikkönen konnte von Startplatz drei am Zweiten Hamilton vorbeiziehen.

Noch schlechter lief es für den Teamkollegen des Briten: Alonso fiel von Startplatz vier gar auf Position sechs zurück und landete damit hinter den beiden BMW-Sauber-Piloten Robert Kubica und Heidfeld. Wie der Mönchengladbacher konnten abgesehen von Rosberg auch die anderen Deutschen Schumacher, Vettel und Sutil beim Start jeweils einen Platz gutmachen.

In der Folge lieferte sich Heidfeld wie schon in Bahrain und Silverstone ein packendes Duell mit Alonso, der vom Deutschen zunächst geschickt in Schach gehalten wurde. Von den Spitzenfahrern ging BMW-Sauber-Pilot Kubica (Polen) bereits in der zwölften Runde an die Box, Heidfeld folgte fünf Umläufe später und musste sich danach hinter Alonso wieder einfädeln. Massa und Räikkönen behaupteten die Doppel-Führung auch nach den ersten Boxenstopps souverän vor Hamilton.

Aus dem rot-silbernen Führungsquartett kamen zunächst die Ferrari-Piloten zum zweiten Boxenstopp. Massa verteidigte auch danach den ersten Platz vor Räikkönen und fuhr schließlich mit erhobener Faust als Sieger über die Ziellinie.

© SID

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