Motorsport Formel1
Massa verweist Alonso und Räikkönen auf die Plätze

Ferrari-Pilot Felipe Massa hat sich im Qualifying zum Großen Preis von Malaysia die Pole Position gesichert. Formel-1-Weltmeister Fernando Alonso landete im Mclaren-Mercedes vor Kimi Räikkönen (Ferrari) auf Platz zwei.

In nahezu letzter Sekunde hat der Brasilianer Felipe Massa seinem Rennstall Ferrari die zweite Pole-Position im zweiten Saisonrennen gesichert und somit den Angriff von Mercedes im "Glutofen von Kuala Lumpur" erfolgreich abgewehrt. Weltmeister Fernando Alonso machte den Silberpfeilen als Zweiter in der Qualifikation für den Großen Preis von Malaysia am Sonntag (9.00 Uhr Mesz/live bei Premiere und RTL) dennoch Hoffnung auf den ersten Sieg seit 18 Monaten. Als bester von drei Deutschen unter den Top Ten landete BMW-Pilot Nick Heidfeld auf Rang fünf.

"Wir fahren in der Sauna - und das wird eng mit Mclaren. Sie waren sehr stark und werden uns jagen", sagte der bei Temperaturen von 35 Grad völlig verschwitzte Massa. Der Brasilianer verbesserte in seiner letzten Runde trotz einiger Regentropfen die kurz zuvor gesetzte Bestzeit von Alonso und holte in 1:35,043 Minuten zum vierten Mal in seiner Karriere Startplatz 1. Hinter dem Spanier (1: 35,310) landete Auftaktsieger Kimi Räikkönen (Finnland/1:35,479) in zweiten Ferrari auf Platz drei.

"Ein sehr guter Tag für uns"

Der "Iceman" hatte seinem alten Arbeitgeber Mercedes am 9. Oktober 2005 in Japan den bis dato letzten Sieg beschert - und zumindest der in Australien zweitplatzierte Alonso will diese Durststrecke in Malaysia beenden. "Das war ein sehr guter Tag für uns. Wir sind näher an Ferrari herangerückt. Das wird ein großer Kampf", versprach der Champion.

Mercedes-Sportchef Norbert Haug war mit Blick auf Rang vier für seinen zweiten Fahrer Lewis Hamilton (Großbritannien) optimistisch für das Rennen: "Das war ein echter Krimi, das Team hat einen Klassejob gemacht. Wir sind erst zufrieden, wenn wir ganz oben stehen."

Heidfeld mit Rang fünf "sehr zufrieden"

Glücklich war auch Nick Heidfeld, der nach einem bis dahin verpatzten Wochenende und Frust über seinen Nicht-Einatz im ersten Freitagstraining im entscheidenden Moment in 1:36,593 auf Platz fünf fuhr. "Das war das Optimum, ich bin sehr zufrieden. BMW ist weiter die dritte Kraft in der Formel 1", meinte der Mönchengladbacher. Dahinter schaffte der Wiesbadener Nico Rosberg als Sechster in 1:36,829 Minuten eines seiner besten Qualifikations-Resultate. "Davon hätte ich nie zu träumen gewagt. Und im Rennen können wir noch besser sein", meinte der Williams-Pilot.

Ralf Schumacher (Kerpen) schaffte im Toyota als Neunter in 1:37,078 Minuten immerhin den Sprung unter die Top Ten. Bitter enttäuscht war Adrian Sutil (Gräfelfing) - er geht mit der schlechtesten Zeit vom 20. und drittletzten Startplatz ins zweite Formel-1-Rennen seiner Karriere. Hinter ihm steht nur noch der Brasilianer Rubens Barrichello, der wegen eines Motorwechsels an seinem Honda nachträglich ans Ende des Feldes gesetzt wurde.

Duell zwischen Ferrari und Mercedes wird rauer

Im Mittelpunkt stand jedoch das Duell zwischen den Topteams Ferrari und Mclaren-Mercedes, in dem der Ton zunehmend rauer wird. Im Qualifying gab es in der Boxengasse zweimal fast eine Kollision zwischen den Erzrivalen, abseits der Piste sorgte die nach dem Australien-Grand-Prix geführte Beschwerde von Mclaren über den angeblich illegalen Unterboden von Ferrari für dicke Luft.

"Es hat den Anschein, als würden sie sich um die Konkurrenz mehr kümmern als um sich selbst", meinte Ferrari-Chefdesigner Aldo Costa. Haug konterte: "Unser System ist zuvor von der FIA abgelehnt worden. Das hat nichts mir Verpetzen zu tun - wir haben nur unsere Limits abgecheckt."

© SID

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