Motorsport Formel1
Mclaren-Mercedes ans Ende der Boxengasse versetzt

Der Rennstall Mclaren-Mercedes muss ab dem Rennen in Bahrain mit einem Platz am Ende der Boxengasse vorlieb nehmen. Das Team ist von Automobil-Weltverband FIA versetzt worden.

Einen herben Dämpfer hat der Formel-1-Spitzenreiter Mclaren-Mercedes vor dem dritten WM-Laufes der Saison in Bahrain zu verkraften. Das Team ist aufgrund der Spionage-Affäre 2007 von seinem angestammten Platz im vorderen Drittel ans Ende der Boxengasse versetzt worden. Dies verkündete der Automobil-Weltverband FIA.

Dem britisch-schwäbischen Team waren im Zuge des Spionage-Skandals vergangene Saison alle Konstrukteurs-Punkte aberkannt worden. Damit belegte das Team den letzten Platz der WM-Wertung und ist somit reglementgemäß das Schlusslicht in der Boxengasse.

In den beiden ersten Saisonrennen in Australien und Malaysia hatte Mclaren-Mercedes mit stillschweigender Duldung der FIA dennoch seine angestammten Garagen Nummer 15, 16, 17 und 18 bezogen. Im weiteren Verlauf der WM 2008 müssen sich die Silbernen auf die drei Boxen Nummer 33, 34 und 35 beschränken.

"Wir werden uns auch von dort aus auf den Sport konzentrieren und alles daransetzen, die Saison so erfolgreich fortzusetzen wie wir sie begonnen haben", sagte ein Sprecher des Teams. Vize-Weltmeister Lewis Hamilton (Großbritannien) führt die Fahrer-Wertung mit 14 Punkten ebenso an wie Mclaren-Mercedes mit 24 Punkten die Konstrukteurswertung.

Jedes der elf Formel-1-Teams 2008 bringt eine gigantische Ausrüstung an den Start. Pro Rennstall sind zwischen 50 und 80 Frachtcontainer mit einem Gesamtgewicht von bis zu 40 Tonnen üblich. 30 Tonnen wiegen alleine die jeweils drei Autos plus Zubehör, die restlichen zehn Tonnen verteilen sich auf den Rest des Equipments bis hin zur Teamkleidung.

Auch da kommt etliches zusammen, immerhin sind pro Rennstall mehr als 100 Mechaniker und Helfer im Einsatz. Außerdem werden in der Boxengasse an einem Rennwochenende 180 Rechner und mehr als 300 Laptops zum internen Datentransfer installiert, daneben sind rund 1 100 Walkie-Talkies im Einsatz.

© SID

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