Motorsport Formel1
Mclaren wirft Ferrari Betrug vor

Der Formel-1-Rennstall Mclaren fährt im Streit mit Ferrari immer schwerere Geschütze auf. In einem Offenen Brief behaupten die Briten, Ferrari habe beim Saisonauftakt in Melbourne mit einem illegalen Auto gewonnen.

Spionage, Vorwürfe, Betrug: Der Streit zwischen den Formel-1-Rivalen Mclaren und Ferrari droht zu eskalieren. Angeblich soll Ferrari beim Saisonauftakt am 18. März in Melbourne das Rennen mit einem illegalen Auto gewonnen haben. Das jedenfalls behauptet Mclaren in einem Offenen Brief.

Damit reagieren die Briten auf die Kampagne aus Maranello, die Ferrari seit dem Freispruch des Konkurrenten in der Spionage-Affäre führt. Einen Teilerfolg hat Ferrari bereits verbucht, denn die ganze Angelegenheit soll vom Berufungsgericht des Automobil-Weltverbandes FIA geprüft werden.

Unterboden nicht regelkonform?

Die Retourkutsche von Mclaren-Boss Ron Dennis und seinem Team ließ nicht lange auf sich warten. Laut Mclaren-Darstellung soll der Unterboden der roten Renner von Melbourne-Sieger Kimi Räikkönen (Finnland) und Teamkollege Felipe Massa (Brasilien) beim Großen Preis von Australien nicht dem strengen technischen Reglement entsprochen haben.

Formel-1-Boss Bernie Ecclestone und fast allen im Fahrerlager gehen diese Intrigen und Vorwürfe der beiden Topteams gewaltig auf die Nerven. "Alle Beteiligten müssen nun höllisch aufpassen, dass durch die unsägliche Affäre dem Sport nicht großer Schaden zugefügt wird. Die "Tour de Spritz" ist noch in bester Erinnerung. So einen Skandal kann sich die Formel 1 nicht leisten", sagte der ehemalige Formel-1-Pilot Hans-Joachim Stuck dem sid. Aus diesem Grund fordert der heutige Premiere-Experte, dass sich beide Parteien an einen Tisch setzen, "um das leidige Thema endlich aus der Welt zu schaffen".

Dennis will die Wogen glätten

Auch Mclaren-Boss Dennis wäre es am liebsten, wenn wieder Ruhe einkehren und sich alle auf den Sport konzentrieren würden: "Es wäre ja eine Tragödie, wenn eine der besten Formel-1-Weltmeisterschaften seit Jahren vom Weg abkommen würde - und das durch die Handlungen eines Ferrari- und eines Mclaren-Angestellten, die deren eigenen Zwecken dienten und losgelöst waren von Ferrari oder Mclaren", sagte Dennis vor dem Großen Preis von Ungarn am Sonntag (14.00 Uhr/live bei Premiere und RTL) in Budapest.

© SID

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