Motorsport Formel1
Mclaren zieht nach Affäre erste Konsequenzen

Mclaren-Teamchef Martin Whitmarsh hat nach der Lügen-Affäre um Sportdirektor Dave Ryan hart durchgegriffen und diesen vor dem Großen Preis von Malaysia suspendiert.

Lewis Hamiltons nachträgliche Disqualifikation wegen der Lügen-Affäre beim Australien-Grand-Prix hat erste personelle Konsequenzen gefordert. Mclaren-Sportdirektor Dave Ryan wurde von dem Rennstall am Freitag mit sofortiger Wirkung suspendiert. Das teilte Mclaren-Teamchef Martin Whitmarsh in Kuala Lumpur mit, wo am Sonntag (11.00 Uhr Mesz/live bei Premiere und RTL) das zweite Saisonrennen stattfindet.

"Seine Rolle in Australien, vor allem in der Anhörung bei den FIA-Stewards, hat dem Team großen Schaden zugefügt. Dafür möchten wir uns entschuldigen", sagte Whitmarsh: "Ich habe ihn heute morgen suspendiert, und er hat es akzeptiert."

"Bauernopfer" wegen Hamiltons Falschaussage

Ryan arbeitet seit 1974 für Mclaren und ist seit 1990 Teammanager. Im Juli 2008 wurde er zum Sportdirektor befördert. Dem Briten wird wohl als "Bauernopfer" die Schuld daran gegeben, dass Weltmeister Hamilton bei der ersten Anhörung bei den Sportkommissaren des Automobil-Weltverbandes FIA in Melbourne absichtlich eine Falschaussage gemacht hat.

Bei einem zweiten Verhör am Donnerstag in Kuala Lumpur wurde Hamilton mit Hilfe des abgehörten Funkverkehrs beim Rennen in Australien überführt. Wegen "absichtlicher Irreführung" der FIA-Sportkommissare wurde Hamilton nun der dritte Platz beim Saisonauftakt in Melbourne aberkannt. Mclaren-Mercedes wurde ebenfalls ausgeschlossen.

Formel-1-Boss Bernie Ecclestone war fassungslos, als er von Ryans Rauswurf hörte. "Ich bin nicht sicher, ob es da den Richtigen getroffen hat. Dave Ryan war nur ein Angestellter. Handelt so einer auf eigene Faust?", sagte der 78-Jährige und legte den Verdacht nahe, dass es sich wohl nur um ein "Bauernopfer" handele.

© SID

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