Motorsport Formel1
Mercedes will in Hockenheim die Wende

Bisher ist die Saison für Mclaren-Mercedes nicht nach Wunsch verlaufen. Ausgerechnet beim Heimspiel in Hockenheim wollen die "Silberpfeile" am Sonntag (14.00 Uhr) die Wende einleiten.

In den vergangenen fünf Jahren gab es für Kimi Raikkönen in Hockenheim nichts zu holen. Nachdem es in der laufenden Saison bisher überhaupt nicht lief, will der "Iceman" ausgerechnet am Sonntag (14 Uhr/live bei Premiere und RTL) beim Heimrennen der "Silberpfeile" den ersten Saisonsieg einfahren. "Wir wollen aufs Podium. Wir haben 2005 auch Rennen gewonnen und seither nichts verlernt", gab sich Mercedes-Sportchef Norbert Haug gegenüber dem sid kämpferisch. Es fehle nur der letzte Schritt, "aber den werden wir garantiert auch noch machen".

Bislang ist Mclaren-Mercedes weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Zum gleichen Zeitpunkt der vergangenen Saison hatte das einstige Top-Team bereits vier Siege und drei Podestplätze auf dem Konto. In diesem Jahr reichte es nur zu zwei zweiten Plätzen durch Räikkönen in Melbourne und den abgewanderten Juan Pablo Montoya (Kolumbien) in Monte Carlo.

Letzter Sieg im Oktober 2005

Den letzten Sieg feierten die Silbernen am 8. Oktober 2005, als Räikkönen in Suzuka/Japan gewann. Der letzte Erfolg in Hockenheim liegt sogar noch länger zurück: 1998 triumphierte der Finne Mika Häkkinen beim Deutschland-Grand-Prix und wurde drei Monate später erstmals Weltmeister.

Gemessen an den Fakten überrascht Haugs Einschätzung, dass man insgesamt sogar besser als 2005 sei. "Aber zwei Kontrahenten haben sich noch mehr gesteigert als wir", meinte der 53-Jährige mit Blick auf die in der Konstrukteurs-WM führenden Teams von Renault (142 Punkte) und Ferrari (121). Mclaren-Mercedes ist mit 71 Zählern Rückstand auf Titelverteidiger Renault nur dritte Kraft.

Angesichts der Misere klingt vieles nach Durchhalteparolen. So sagt Haug, dass man am Beispiel Ferrari deutlich gesehen habe, wie schnell sich Dinge in der Formel 1 ändern können: "Die hatte man schon abgeschrieben, plötzlich gewinnen sie zweimal in Folge und sind wieder mittendrin." Auch sein Team hätte in den letzten fünf Rennen dreimal die Chance auf den Sieg gehabt - gewonnen haben allerdings immer die anderen.

Raikkönen liebäugelt mit einem Wechsel

Gute Resultate wird der achtmalige Konstrukteurs-Weltmeister wohl auch brauchen, um Räikkönen halten zu können. Der 26-Jährige liebäugelt offenbar mit einem Wechsel zu Ferrari oder Renault. Trotz der bereits seit Monaten feststehenden Verpflichtung des spanischen Weltmeisters Fernando Alonso (Renault) will Mercedes aber Räikkönen unbedingt halten. "Ich kann Kimi nur raten, dass er bei uns bleibt. Er kann dann zeigen, wer besser ist, er oder Alonso", sagt Haug.

Räikkönen will aber zunächst seine Pechsträhne in Hockenheim beenden, bevor der Vertragspoker in die nächste Runde geht. "Unser Auto hat sich in den vergangenen Wochen definitiv verbessert. Die letzten Tests in Jerez verliefen sehr produktiv. Hoffentlich sind wir jetzt in der Lage, das Maximum daraus zu machen", meint der Finne.

© SID

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