Motorsport Formel1
Michael Schumacher peilt vierten Sieg in Serie an

Nach seinem Erfolg in Hockenheim am vergangenen Wochenende hofft Michael Schumacher auch in Budapest auf einen Podestplatz. Beim Großen Preis von Ungarn könnte "Schumi" bereits den vierten Sieg in Folge einfahren.

Die Weltmeisterschaft ist spannender denn je: Mit dem Schwung vom Heimsieg in Hockenheim und der gleichen Vorbereitung will Michael Schumacher seine Jagd auf Formel-1-Weltmeister Fernando Alonso in Budapest fortsetzen. "Auf geht es zum nächsten Streich. Für Budapest wünsche ich mir einen ähnlichen Auftritt wie in Hockenheim. Unsere Chancen stehen gar nicht mal so schlecht, auch wenn ich bei solchen Aussagen normalerweise sehr vorsichtig bin", meinte Schumacher vor dem Großen Preis von Ungarn (Sonntag, 14.00 Uhr/live bei Premiere und RTL), vor dem er nur noch elf Punkte hinter Alonso (89:100) liegt: "Unser Ziel ist ganz klar, weitere Punkte vom Rückstand abzuknabbern."

Ob Schumacher nach dieser Saison weiterfährt oder seine einzigartige Karriere beendet, ist unterdessen laut Manager Willi Weber noch immer offen. Die Entscheidung soll wie angekündigt erst im September beim Ferrari-Heimspiel in Monza bekannt gegeben werden. "Wer Michael kennt, der weiß: Wenn er Monza sagt, dann meint er Monza", erklärte Weber dem Sport-Informations-Dienst (sid) und wies damit Spekulationen der Gazzetta dello Sport zurück. Die italienische Sporttageszeitung hatte am Mittwoch gemutmaßt, Schumacher habe sich bereits entschieden, am Saisonende aufzuhören.

"Schumi" peilt vierten Sieg in Serie an

Auf dem winkligen Hungaroring, wo Schumacher mit vier Erfolgen (1994, 1998, 2001, 2004) Rekordsieger ist, nimmt der 37-Jährige den vierten GP-Sieg in Serie ins Visier. Das hatte er zuletzt in seiner Rekordsaison 2004 - damals mit sieben Siegen am Stück - geschafft. Die Vorbereitung gestaltete Schumacher wie in Hockenheim. Bildete in der vorigen Woche ein Benefiz-Fußballspiel in Mannheim den Auftakt in das Wochenende, stand am Mittwochabend für den Hobby-Kicker eine Partie im Ferenc-Puskas-Stadion in Budapest auf dem Programm.

Der fünfte Saisonsieg in Hockenheim und Platz fünf für den Rivalen Alonso versetzt Schumacher in die Lage, wieder aus eigener Kraft mit Siegen in den noch ausstehenden sechs Rennen seinen achten WM-Titel zu gewinnen. Dabei macht das "Hockenheim-Orakel" dem Kerpener zusätzlichen Mut. Immer wenn er seinen Heim-Grand-Prix gewann, holte er am Ende des Jahres auch den Titel (1995, 2002 und 2004).

"Momentan kaum Verbesserungsbedarf"

Zuversicht verleiht Schumacher vor allem, dass Ferrari in Hockenheim beim überlegenen Doppelsieg von Schumacher und Felipe Massa (Brasilien) deutlich stärker war als Alonsos Renault-Team und durch die fehlenden Testmöglichkeiten dieses Kräfteverhältnis in Budapest wohl anhalten wird. "Klar, das kommt uns entgegen. Denn wir haben momentan kaum Verbesserungsbedarf", sagte Schumacher: "Und durch die Testpause, die bis nach dem Rennen in der Türkei (27. August, Anm. d. Red.) gilt, gilt dieser Vorteil für die kommenden beiden Rennen."

Dagegen rauchen bei den Technikern um Renault-Teamchef Flavio Briatore, der sich laut einem Interview mit der italienischen Wochenzeitung "A" im Juli einen bösartigen Tumor an der linken Niere hatte entfernen lassen, die Köpfe. "Wir waren nicht konkurrenzfähig", kritisierte Alonso, Teamkollege Giancarlo Fisichella bezeichnete das Auto sogar als "unfahrbar". An Budapest hat Alonso gemischte Erinnerungen. 2003 holte er dort seinen ersten GP-Sieg, im vorigen Jahr verpasste er als Elfter zum bislang letzten Mal die Punkteränge in einem Rennen.

Für eine Formel-1-Premiere wird am Sonntag Robert Kubica sorgen, der als erster Pole bei einem Grand Prix startet. Der 21-Jährige ersetzt bei BMW-Sauber den durch einen Unfall in Hockenheim angeschlagenen Kanadier Jacques Villeneuve. "Ich hatte mich darauf eingestellt, ein ganzes Jahr zu verbringen, ohne ein Rennen zu fahren. Umso mehr freue ich mich auf diesen Einsatz", meinte Kubica. "Robert hat sowohl bei den Testfahrten als auch freitags an den Rennwochenenden einen exzellenten Eindruck hinterlassen. Nun werden wir sehen, wie er sich in einem Rennen behauptet", erklärte BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen.

© SID

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