Motorsport Formel1
Mosley denkt ans Weitermachen: "Sag niemals nie"

FIA-Präsident Max Mosley denkt nun doch darüber nach, nicht zurückzutreten. Zugleich wies er Vorwürfe zurück, nach denen die FIA Mclaren-Mercedes benachteiligen würde.

Max Mosley will im Oktober 2009 möglicherweise doch nicht von seinem Posten als Präsident des Automobil-Weltverbandes FIA zurücktreten. "Es gibt großen Druck aus der ganzen Welt, dass ich weitermachen soll, was ich sehr nett finde", sagte der Brite beim Großen Preis von Italien am Wochenende in Monza vor einer Gruppe internationaler Journalisten: "Der Job bedeutet aber harte Arbeit, und ich bin bereit für eine weniger aktive Rolle. Aber sag niemals nie." Mosley wies bei seinem ersten Auftritt bei einem Formel-1-Rennen seit Monaco im Mai zugleich Vorwürfe zurück, dass die FIA Mclaren-Mercedes oder den in Spa erneut bestraften Lewis Hamilton benachteiligen würde.

Nach der Ende März bekannt gewordenen Sex-Affäre hatte Mosley die Vertrauensfrage gestellt und war überzeugend in seinem Amt als FIA-Präsident bestätigt worden. Damals hatte er seinen freiwilligen Rückzug für den Oktober 2009 angekündigt. Vor Gericht siegte Mosley im Juli ebenfalls und bekam bestätigt, dass der von einigen Medien nach der Orgie mit fünf Prostituierten vorschnell hergestellte Nazihintergrund pure Erfindung ist. Auch der sid hatte über die Veröffentlichungen berichtet und stellt hiermit klar, dass die Nazivorwürfe sich als falsch herausgestellt haben.

Mosley war danach von den Autombilherstellern Mercedes, BMW, Honda und Toyota zum Rücktritt aufgefordert worden - jetzt schlägt Mosley zurück. "Zwei deutsche und japanische Teams haben damals leider sehr fehlgeleitete Pressemitteilungen veröffentlicht", meinte der 68-Jährige in Monza: "Sie hätten sich die Mühe machen können, zum Telefon zu greifen und mich nach der Wahrheit zu fragen. Das haben sie nicht getan. Jetzt schämen sie sich möglicherweise deswegen - und das sollten sie auch."

Dass die FIA nun die Silberpfeile benachteiligen würde, stimme absolut nicht. "Jede Äußerung über ein Vorurteil für oder gegen ein Team oder einen Fahrer ist komplett unwahr", meinte Mosley. "Ich halte Lewis Hamilton für einen brillanten Rennfahrer und würde es großartig finden, falls er die Weltmeisterschaft in diesem Jahr gewinnen sollte. Das bedeutet aber nicht, dass wir ihm dabei helfen oder ihn daran hindern werden. Wir werden uns völlig neutral verhalten."

Am 22. September kommt in Paris das FIA-Berufungsgericht zusammen um über den Einspruch von Mclaren-Mercedes gegen die 25-Sekunden-Strafe für Hamilton beim Großen Preis von Belgien zu entscheiden. Zur Zeit des Vorfalls, so Mosley, sei er in Peru gewesen und habe nichts von dieser Kontroverse gewusst.

© SID

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