Motorsport Formel1
Mosley greift Idee der Fahrer-Rotation wieder auf

Die Idee von einer Fahrer-Rotation in der Formel 1 ist nicht neu, aber FIA-Präsident Max Mosley hat sie wieder aufgenommen. "Das Los würde vor jedem Grand Prix entscheiden, wer welches Auto bekommt", so der Brite.

Auf der Suche nach neuen Ideen für die Formel 1 ist FIA-Präsident wieder auf die Fahrer-Rotation gekommen. Das könnte dann so aussehen: Michael Schumacher im Silberpfeil, dann im BWM, zum Schluss wieder im Ferrari - und das alles in einer Formel-1-Saison. Mosley hat sich eine Woche vor dem Großen Preis von Monaco am Sonntag (14.00 Uhr/live bei Premiere und RTL) in Monte Carlo in seiner Kolumne für die Fachzeitung "F1 Racing" erneut für eine Fahrer-Rotation in der "Königsklasse" ausgesprochen.

Laut Mosley würden die Fahrer künftig ihre Verträge nicht mehr mit einem Team, sondern mit Promoter Bernie Ecclestone abschließen. Das Los würde jeweils vor jedem Grand Prix entscheiden, wer welches Auto bekommt. "Sagen wir der Einfachheit halber, dass es zwölf Teams und 18 Rennen gibt", sagte Mosley: "Jeder Fahrer würde einmal mit jedem Auto fahren, so dass nach den ersten zwölf Rennen alle 24 Fahrer einmal für jedes Team gefahren wären."

Der WM-Spitzenreiter müsste nach den ersten zwölf WM-Läufen die sechs Teams nominieren, für die er in den restlichen Rennen fahren möchte. Mosley: "Der Zweite würde seine Wahl danach treffen und so weiter. WM-Punkte für die Teams und Fahrer würden wir nach dem derzeitigen Reglement vergeben."

Mosley schon länger für Cockpit-Tausch

Mosley hatte sich in der Vergangenheit schon mehrfach für einen Cockpit-Tausch ausgesprochen, die Teamchefs hielten dieses Idee aber bislang für nicht realisierbar. Der FIA-Präsident ist allerdings nach wie vor von dem Plan fasziniert, denn jedes Rennen würde dadurch neue Kombinationen ergeben.

"Was am Wichtigsten ist: Niemand könnte mehr sagen, dass ein Fahrer einen Titel gewonnen hat, weil er das beste Auto hatte, oder ein Auto, weil der beste Fahrer am Steuer saß", sagte Mosley: "Das würde einige Illusionen gnadenlos zerschmettern."

© SID

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