Motorsport Formel1
Mosley: Wer nicht zahlt, kann ja gehen

Im Streit um die teure Fahrerlaubnis für die Formel 1 bleibt FIA-Chef Max Mosley hart: "Ein Fahrer, der eine Superlizenz nicht bezahlen will oder kann, hat viele Alternativen."

FIA-Präsident Max Mosley hat im Streit mit den Formel-1-Piloten über die Gebühren für die Superlizenz den nächsten Angriff gegen die Fahrer lanciert. Frei nach dem Motto: Wem der Formel-1-Führerschein zu teuer ist, der kann ja gehen.

"Abseits der Formel 1 gibt es eine große Zahl von Rennserien und Meisterschaften, in denen ein professioneller Rennfahrer ein gutes, manchmal sehr gutes Leben führen kann", schrieb der Präsident des Automobil-Weltverbandes FIA in einem Brief an die Piloten, den das britische Fachmagazin Autosport auf seiner Webseite veröffentlichte.

Formel-1-Piloten seien in der Regel die mit Abstand bestbezahlten Motorsportler, so dass es nur vernünftig sei, dass sie sich an den Kosten für die Sicherheit in dem Sport beteiligten, von dem sie so profitierten, meinte Mosley. "Ein Fahrer, der eine Superlizenz nicht bezahlen will oder kann, hat viele Alternativen", meinte der Brite.

Die Fahrervereinigung Gdpa hatte zuletzt in einem offenen Brief an die FIA die Preiserhöhungen für den Formel-1-Führerschein als "unangemessen und unfair" bezeichnet und erklärt, dass die Piloten bis zu einer Klärung ihre Gebühren nicht bezahlen würden. Am Mittwoch hatte die FIA aber vermeldet, dass drei Piloten gezahlt hätten, ohne Namen zu nennen.

Vor einem Jahr wurden die Superlizenz-Grundgebühren von 1 690 auf 10 000 Euro angehoben, für jeden Punkt wurden 2008 statt 447 Euro in der vorherigen Saison nun 2 000 Euro fällig. In diesem Jahr sollen noch einmal die Grundgebühr auf 10 400 Euro, die Punkte-Zahlungen auf 2 100 Euro ansteigen. Weltmeister Lewis Hamilton (Großbritannien) muss somit beispielsweise 270 000 Euro zahlen.

© SID

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