Motorsport Formel1
Mosley will "ruhigeres Leben genießen"

FIA-Präsident Max Mosley hat sich in einem Brief an die Mitglieder dse Automobil-Weltverbandes gewandt und blickt mit Freude auf seinen bevorstehenden Ruhestand voraus.

Der scheidende FIA-Präsident Max Mosley hat sich in einem Brief an alle Mitglieder des Automobil-Weltverbandes verabschiedet und freut sich auf den Ruhestand. "Ich hoffe, in angemessener Weise durch die Mitgliedschaft im Senat und in der FIA-Foundation weiter in Kontakt mit den Klubs und der neuen Führung der FIA zu bleiben. Aber ich werde nur dann Ratschläge geben, wenn ich explizit gefragt werde", schrieb der 69 Jahre alte Brite in dem Brief, der dem englischen Fachmagazin Autosport vorliegt: "Die Zeit ist jetzt gekommen, einen Schritt zurück zu treten und ein viel ruhigeres Leben zu genießen."

Mosley steht seit 1993 an der Spitze der FIA und tritt bei der Generalversammlung des Weltverbandes am 23. Oktober nicht mehr zur Wiederwahl an. Um seine Nachfolge kämpfen der ehemalige Ferrari-Generaldirektor Jean Todt aus Frankreich, den Mosley offen und unverhohlen favorisiert und unterstützt, und der frühere Rallye-Weltmeister Ari Vatanen aus Finnland.

Mosley gibt sich neutral

In dem Brief versuchte Mosley allerdings, sich neutral zu geben. "Ich bin sicher, dass die FIA erkennt, wie komplex die Herausforderung für meinen Nachfolger und sein Team ist", schrieb der Brite an die Mitglieder: "Die Wahl ist ein transparenter und demokratischer Wettbewerb, und ich weiß, dass Sie weise auswählen werden."

Die englische Zeitung The Telegraph hatte zuletzt allerdings aufgedeckt, dass hochrangige FIA-Funktionäre die Kampagne von Todt unterstützt haben. Vatanen beklagte zudem mehrfach von Mosley sowie Todt und dessen Team vorgebrachte Polemik. Der Finne Vatanen will die FIA reformieren und transparenter gestalten.

Große Verdienste um die Formel 1

Ungeachtet dessen, dass er von vielen Formel-1-Verantwortlichen sehr kritisch gesehen wurde und erst sein angekündigter Rücktritt eine Spaltung der "Königsklasse" im Sommer in letzter Minute verhinderte, hat Mosley große Verdienste um die Sicherheit in der Formel 1. "Früh in meiner Präsidentschaft haben wir 1994 Ayrton Senna und Roland Ratzenberger verloren. Ihr Tod führte zu einer fundamentalen Neu-Bewertung der Sicherheit in allen Bereichen des Motorsports", sagte Mosley und lobte die großen Verbesserungen: "Die Ergebnisse sehen wir an jedem Renn-Wochenende oder bei Rallyes auf der ganzen Welt."

© SID

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