Motorsport Formel1: Neues BMW-Team konzentriert sich auf Aufbauphase

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Neues BMW-Team konzentriert sich auf Aufbauphase

Die ersten Testfahrten für die Formel 1 hat das neue BMW-Team mit Bravour absolviert. Jedoch haben "die Zusammenführung und der Ausbau des Teams" in der Aufbauphase Priorität, sagte BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen.

Auf dem Weg zum größten Formel-1-Abenteuer der Firmengeschichte hat das neue BMW-Team die ersten 2 200 Kilometer ohne Probleme gemeistert. Dennoch wollen die Münchner sich nicht auf eine Stufe mit Ferrari, Renault und Mclaren-Mercedes stellen, zu denen BMW langsam aufschließen will. "Wir befinden uns in einer Aufbauphase, die noch über das Jahr 2006 hinaus dauern wird. Die Zusammenführung und der Ausbau des Teams haben Priorität", sagte BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen.

In der ersten Testphase in Valencia und Barcelona wurde beim BMW-Sauber F1-06 die Entwicklungsarbeit vorangetrieben. Im Bereich Aerodynamik wurden die Windkanaldaten mit den effektiveren Werten auf der Rennstrecke verglichen. Laut Technikchef Willy Rampf habe man bereits einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht: "Positiv wirkt sich auch die neue Hinterachse aus, die es ermöglicht, das Potenzial der Michelin-Reifen besser zu nutzen."

Theissen warnt vor zuviel Euphorie

Nach Aussage Theissens sei das Testprogramm bisher ohne größere Schwierigkeiten verlaufen. Der BMW-Motorsportchef legt jedoch Wert darauf, das Team trotz der positiven Eindrücke nicht vorschnell in den Himmel zu heben. Noch sei ein langer Weg zurückzulegen, meint Theissen: "Die neu aufgestellte Mannschaft hat von Anfang an sehr effizient zusammengearbeitet, und auch die Fahrer haben sich gut integriert." Die sehr erfreulichen ersten Eindrücke dürften aber nicht über den generellen Stand hinwegtäuschen, meint Theissen.

Auch die Fahrer Nick Heidfeld (Mönchengladbach) und Jacques Villeneuve (Kanada) sehen der am 12. März in Bahrain beginnenden Saison optimistisch entgegen. "Nach den ersten Tests habe ich ein gutes Gefühl. Das Auto scheint spürbar mehr Abtrieb zu haben als sein Vorgänger. Wir haben eine solide Basis, auf der wir uns nun kontinuierlich verbessern können", sagt "Quick Nick".

Stabileres Fahrverhalten des neuen Rennwagens

Ex-Weltmeister Villeneuve, der das in ihn gesetzte Vertrauen rechtfertigen möchte, spricht bereits von einem deutlich stabileren Fahrverhalte als beim letztjährigen Auto. "Dadurch kann ich tiefer in die Kurve bremsen und aggressiver fahren", meint der Kanadier. Allerdings sei es viel zu früh für Prognosen, da die Konkurrenz ebenfalls Fortschritte machen werde. Villeneuve: "Die letztlich entscheidende Frage ist, wer sich mehr verbessern kann."

Sauber hatte die Saison 2005 auf dem achten Platz beendet. Und von dieser Position wolle man sich laut Theissen "mit voller Kraft" nach vorn arbeiten. "Es ist genügend Luft nach oben vorhanden. Wir wollen jetzt so schnell wie möglich den Anschluss zu den Top-Teams schaffen", sagt der BMW-Motorsportdirektor.

Die größte Herausforderung sei es, dieses neue Team zu schmieden, so Theissen. Nach der Trennung von dem englischen Williams-Rennstall hatten sich die Münchner die freundliche Übernahme des Schweizer Sauber-Teams 80 Mill. Euro kosten lassen.

© SID

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