Motorsport Formel1
Nico Rosberg versucht es mit Gelassenheit

Williams-Pilot Nico Rosberg hat nach seinem glänzenden Debüt beim GP von Bahrain nun das Rennen am Sonntag in Malaysia im Blick: "Ich versuche einfach, gelassen zu bleiben", erklärt der Formel-1-Debütant.

Nach dem beeindruckenden Debüt in Bahrain, will der neue deutsche Formel-1-Liebling Nico Rosberg sich erstmal richtig an die Abläufe in der Königsklasse gewöhnen: "Es herrscht ein schönes Chaos an so einem Rennwochenende. Beim ersten Mal ist halt alles noch sehr ungewohnt", schildert Rosberg seine ersten Eindrücke als Formel-1-Fahrer und gibt kleine Einblicke in sein Erfolgsrezept: "Ich versuche einfach, gelassen zu bleiben."

In Bahrain fuhr er damit am vorigen Sonntag zu zwei WM-Punkten, am Sonntag wartet beim Großen Preis von Malaysia (8.00 Uhr MEZ/live bei Premiere und RTL) die nächste Herausforderung auf den 20-Jährigen.

Malaysia Neuland für Rosberg

Im Gegensatz zu Bahrain, wo er im Vorjahr seinen Titelgewinn in der GP2-Serie perfekt gemacht hatte, ist die Strecke in Kuala Lumpur komplett neu für ihn. "Ich muss sehen, dass ich dort im Training ein paar Runden mehr rausquetsche", meint Rosberg, dem seine Streckenkenntnis in Bahrain allerdings auch nicht allzu viel geholfen hat: "Die Art und Weise, wie man Kurven fährt, ist in einem Formel-1-Auto ganz anders, ich musste die ganze Strecke nochmal von vorne lernen." Deshalb seien die wenigen Trainingsrunden, die er aus Gründen der Schonung von Motor und Reifen fahren durfte, "schon ein größeres Problem" gewesen.

Probleme waren kein Hindernis

Doch davon ließ sich der Sohn des früheren Weltmeisters Keke Rosberg auf dem Weg zum siebten Platz und zur schnellsten Rennrunde - als jüngster Fahrer aller Zeiten - ebenso wenig aufhalten wie von der Kollision mit Nick Heidfeld in der ersten Kurve und dem anschließenden unplanmäßigen Boxenstopp.

Wenn er im Training mehr Kilometer abspulen darf und zudem ganz ohne Probleme durchs Rennen kommt, ist von Rosberg junior bald noch mehr zu erwarten. "Sicher", meint der Blondschopf selbstbewusst, der sich selbst gerade mal drei Rennen gibt, bis er alle Abläufe eines Grand-Prix-Wochenendes verinnerlicht hat: "Es ist ja schließlich immer das Gleiche."

Team leistet Hilfestellung

Allerdings gibt Rosberg auch ganz offen zu, dass er sich im Moment noch sehr auf die Hilfe und Anweisungen seines Williams-Teams verlässt. "Es ist so viel passiert, dass ich gesagt habe, lass die das mal entscheiden. Ich kann mich ja in Zukunft einmischen", sagt der Sunnyboy, der sich im neuen, etwas komplizierten Qualifying komplett "fernsteuern" ließ: "Ich habe gar nichts mehr kapiert und nur meinem Ingenieur zugehört. Als er gesagt hat, "Fahr raus und gib Gas", bin ich rausgefahren und habe Gas gegeben."

In Bahrain hat Nico Rosberg noch sehr wenig für die Abstimmung des Autos getan. "Dabei ist das eigentlich meine Stärke", erklärt der Wahl-Monegasse, der Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch spricht. Nur Finnisch, die Muttersprache seines Vaters, gehört nicht zu seinem Repertoire - sehr zum Leidwesen seiner Oma Mumi, mit der er sich nur radebrechend in Englisch und Deutsch verständigen kann.

Seinen größten Kritiker hat er übrigens mit seiner Gala-Vorstellung in Bahrain total überzeugt. "Das war schon eine Demonstration", sagte Papa Keke mit glänzenden Augen: "Der Kleine hat anscheinend das gewisse Etwas."

© SID

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