Motorsport Formel1
Nur Alonso schneller als Vettel

Fernando Alonso wird beim Großen Preis von Singapur von der Pole Position starten. Der Ferrari-Pilot verwies im Qualifying Sebastian Vettel und Lewis Hamilton auf die Plätze.

Sebastian Vettel hat um die Winzigkeit von 67 Tausendstelsekunden die Pole Position für den Großen Preis von Singapur verpasst, steht allerdings neben Ferrari-Pilot Fernando Alonso in der ersten Startreihe. Damit hat der Red-Bull-Fahrer beim Nachtrennen am Sonntag (14.00 Uhr Mesz/live bei RTL und Sky) aber dennoch gute Chancen auf den Sieg und wichtige Punkte im WM-Rennen. Seine übrigen Titelrivalen, die beiden Mclaren-Piloten Lewis Hamilton und Jenson Button sowie sein in der WM-Wertung führender Teamkollege Mark Webber, folgen auf den Plätzen drei, vier und fünf.

Ein leichter Mauerkontakt in seiner letzten Qualifikations-Runde kostete Vettel letztlich seine mögliche achte Pole Position in dieser Saison und eine noch bessere Ausgangsposition. "Es ging heute ziemlich rauf und runter. Ich bin nie richtig in den Rhythmus gekommen so wie im Training. Unser Auto war heute mehr als gut für die Pole, leider habe ich es nicht zusammenbekommen", sagte Vettel: "Dennoch haben wir ein schnelles Auto für das Rennen und können gewinnen."

Alonso fährt auf die Pole

In seiner ersten Runde im entscheidenden Qualifikationsdurchgang hatte der 23-Jährige "den Abstand nach vorne nicht richtig eingeschätzt". Daher war er zu schnell auf Rekordweltmeister Michael Schumacher im Mercedes aufgelaufen, der es erstmals nach sieben Rennen wieder in die letzte Runde geschafft hatte.

Nutznießer von Vettels Schwierigkeiten war Alonso, der nach Monza zum zweiten Mal in Folge auf die Pole Position fuhr und zum 20. Mal in seiner Karriere auf dem ersten Startplatz steht. Erst zum dritten Mal in diesem Jahr steht damit kein Red Bull auf der Pole Position, außer Alonso hatte das nur Hamilton in Montreal geschafft. "Wir haben heute 100 Prozent aus dem Auto geholt", sagte der Spanier, der 2008 schon einmal in Singapur gewonnen hatte - nachdem sein Teamkollege Nelson Piquet auf Anweisung des damaligen Teamchefs Flavio Briatore durch einen absichtlichen Unfall eine Safety-Car-Phase provoziert hatte. Hamilton, der sich über eine deutliche Verbesserung gegenüber Monza und den Platz auf der vermeintliche sauberen Seite der Startaufstellung freute, hatte 2009 das spektakuläre Stadtrennen gewonnen.

Silberpfeile mit ordentlichem Ergebnis

Gut für Vettel war zumindest, dass der ziemlich frustrierte Webber drei Plätze hinter ihm steht. In der Gesamtwertung hat er vor dem 15. von 19 WM-Läufebn mit 163 Punkten 24 Zähler Rückstand auf den Australier (187). Vor ihm liegen auch noch Hamilton (182), Alonso (166) und Titelverteidiger Button (165).

Ein ordentliches Resultat verzeichneten unterdessen die Silberpfeile. Nico Rosberg landete auf dem siebten Rang, Schumacher belegte letztlich Position neun. "Unsere Autos starten beide auf der sauberen Seite der Startaufstellung, was helfen kann, gleich zu Beginn Plätze gut zu machen", sagte Mercedes-Sportchef Norbert Haug. Besser platziert als bei seiner Nacht-Premiere in Singapur war Schumacher in der Startaufstellung zuletzt als Fünfter Ende Mai in der Türkei.

10 000 Dollar Strafe für Sutil

Nick Heidfeld kam bei seinem Comeback bei Sauber auf Startplatz 14 unmittelbar vor Force-India-Pilot Adrian Sutil. Für den war es bereits der zweite Dämpfer in Singapur, nachdem er am Freitag nach dem freien Training eine Geldstrafe von 10 000 Dollar (7 450 Euro) erhalten hatte, weil er trotz eines Aufhängungsbruches vergeblich versucht hatte, die Box zu erreichen.

Nico Hülkenberg geht in seinem Williams von Position 17 ins Rennen, nachdem er wegen eines vorzeitigen Getriebewechsels fünf Startplätze zurückgesetzt wurde. Timo Glock landete in seinem Virgin auf Rang 18 und war damit schnellster Fahrer in einem Auto der drei neuen Teams.

© SID

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