Motorsport Formel1
Pole Position geht an Heikki Kovalainen

Heikki Kovalainen hat sich beim Qualifying zum Großen Preis von Großbritannien die Pole Position gesichert. Nick Heidfeld startet von Platz fünf, Sebastian Vettel von Rang acht.

Zum ersten Mal in seiner Karriere hat sich Heikki Kovalainen bei einem Formel-1-Rennen die Pole Position gesichert. Der Finne fuhr bei stürmischen Windböen und Regenschauern im Qualifying zum Großen Preis von Großbritannien in Silverstone (Sonntag 14.00 Uhr Mesz/live bei Premiere und RTL) im Mclaren-Mercedes in der Fabelzeit von 1:21,049 Minuten auf den ersten Startplatz.

Kovalainen war bei seinem Husarenritt fast eine halbe Sekunde schneller als der Überraschungszweite Mark Webber (Australien) im Red-Bull-Renault. "Das ist fantastisch, die erste Pole Position - und das in der Heimat von Mclaren", sagte der 26-Jährige, der am Sonntag erst seinen 26. Grand Prix fährt.

"Das war Heikkis Tag"

Kovalainen sprach von einer perfekten Runde unter schwierigen Bedingungen: "Es war heute nicht einfach, da draußen ohne Fehler zu bleiben." Mercedes-Sportchef Norbert Haug schwärmte: "Was für eine klasse Runde, das war Heikkis Tag. Er hat sich die Pole Position wirklich verdient."

Drittschnellster war Weltmeister Kimi Räikkönen (Finnland) im Ferrari vor Lokalmatador Lewis Hamilton im zweiten Silberpfeil, der nach zwei Nullrunden bei seinem Heimspiel mächtig unter Druck steht. Bester der fünf deutschen Fahrer war der Mönchengladbacher Nick Heidfeld, der im BMW-Sauber auf dem fünften Platz landete. Der Heppenheimer Sebastian Vettel überzeugte im Toro Rosso auf dem achten Rang.

Massa wird nur Neunter

WM-Spitzenreiter Felipe Massa (Brasilien) kam im Ferrari nicht über Platz neun hinaus, damit stand er aber einen Rang vor Verfolger Robert Kubica im BMW-Sauber. In der WM-Wertung führt Massa vor dem neunten von 18 Saisonrennen mit 48 Punkten vor Kubica (46). Räikkönen (43) und Hamilton (38) folgen den Plätzen drei und vier.

Heidfeld, der zuletzt viel Kritik einstecken musste, war rundum zufrieden: "Mit dieser Leistung habe ich den Aufwärtstrend ganz klar bestätigt." Auch BMW-Motorsportdirektor Dr. Mario Theissen war angetan: "Das war eine sehr starke Leistung von Nick." Kubica musste laut Theissen seine schnelle Runde wegen eines technischen Problems abbrechen."

Glock lässt Trulli hinter sich

Timo Glock (Wersau) verpasste im Toyota auf Position zwölf den Sprung in die Top Ten, war aber schneller als sein Teamkollege Jarno Trulli (Italien) auf dem 14. Rang. Williams-Pilot Nico Rosberg (Wiesbaden) konnte bei einsetzendem Regen seine Zeit nicht mehr verbessern und musste sich mit Platz 18 begnügen. Adrian Sutil (Gräfelfing) gewann das teaminterne Duell gegen den Italiener Giancarlo Fisichella, mehr als der 19. und vorletzte Rang sprang dennoch nicht heraus.

Rosberg war nach dem Qualifying restlos bedient. "Das Auto ist gehüpft wie ein Känguru, es war einfach unfahrbar", schimpfte der 23-Jährige. Dieses Problem sei schon am Freitag im freien Training aufgetreten und habe sich noch verschlimmert. Laut Rosberg soll der Williams bis zum Rennen komplett umgebaut werden. Damit müsste er dann aus der Boxengasse starten.

"Es geht langsam aufwärts"

Sutil war mit dem vorletzten Platz gar nicht mal unzufrieden. "Ich habe meinen Teamkollegen geschlagen, das ist auch schon was", sagte der Deutsche, der im internen Qualifying-Duell nun auf 3:6 verkürzte. Sutil: "Wir haben uns verbessert und sind näher an den anderen Autos vor uns dran, es geht langsam aufwärts."

© SID

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