Motorsport Formel1
Räikkönen 2010 nicht im Formel-1-Cockpit

Ex-Weltmeister Kimi Räikkönen wird 2010 nicht in der Formel 1 starten. Mit seinem Wunschrennstall Mclaren wurde der Finne über einen Wechsel nicht einig, bestätigte sein Berater.

"Iceman" Kimi Räikkönen hat sich in der Formel 1 selbst auf Eis gelegt. Der Ex-Weltmeister wird zumindest in der kommenden Saison nicht an den Start gehen und eine Pause einlegen. Das erklärte Räikkönens Manager Steve Robertson am Mittwoch, nachdem auch die letzte Hoffnung des Finnen auf ein Cockpit bei Mclaren geplatzt war. Grund waren offenbar die zu hohen Gehaltsforderungen des Finnen.

Keine Alternative zu Mclaren

"In der Formel 1 hießen die Alternativen Mclaren oder nichts. Nachdem keine Einigung mit Mclaren erzielt werden konnte, wird Kimi zumindest 2010 nicht in der Formel 1 fahren", sagte Robertson der finnischen Tageszeitung Turun Sanomat.

Räikkönen, dessen Vertrag bei Ferrari nach der Verpflichtung des spanischen Ex-Champions Fernando Alonso nach drei Jahren nicht verlängert worden war, hatte stets betont, nur in einem Top-Team weiter zu fahren. "Ich bleibe nur in der Formel 1, wenn ich die Chance habe, um den Titel zu fahren", hatte Räikkönen erklärt.

Ob der schweigsame Finne überhaupt nochmal in die Formel 1 zurückkehren wird, ist fraglich. "Es gibt keinen Grund. Ich habe ja alles erreicht", hatte der 30-Jährige zuletzt erklärt.

Rückkehr im Red-Bull-Cockpit?

Auf der anderen Seite wird schon spekuliert, dass Räikkönen im übernächsten Jahr im Red Bull an der Seite von Vize-Weltmeister Sebastian Vettel unterkommen könnte, da der Vertrag des Australiers Mark Webber dann ausläuft. "Das wäre eine Option", sagte Robertson, der keine Probleme für eine Rückkehr seines Schützlings sieht: "Kimi lebt und atmet das Rennfahrerdasein. Ein Jahr Pause ist kein Problem."

2 007 war Räikkönen als Nachfolger von Rekordweltmeister Michael Schumacher vom Mclaren-Mercedes-Team zu Ferrari gewechselt und war mit der Scuderia auf Anhieb zum Titel gerauscht. Doch zuletzt war die Kritik an seiner Person wegen angeblich fehlender Motivation lauter geworden. In der abgelaufenen Saison kam er nicht über Platz sechs hinaus.

Erneuter Ausflug in die Rallye-Szene

Die Formel-1-Auszeit wird Räikkönen wohl zu einem weiteren Intermezzo als Rallye-Fahrer nutzen. Schon im vergangenen Sommer hatte Räikkönen beim WM-Lauf in seiner finnischen Heimat sein Debüt gefeiert, war dabei allerdings nach einem Unfall in einem privat gemeldeten Fiat Grande Punto ausgeschieden. Zudem hat Räikkönen Interesse an einem Start beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans.

Dass Räikkönen nicht bei Mclaren untergekommen ist, nährt die Gerüchte, dass der amtierende Weltmeister Jenson Button zu den Briten wechselt. Nach Informationen der Tageszeitung Daily Mail soll der Wechsel von Button von Brawn zu Mclaren bis Ende der Woche bekannt gegeben werden. Button würde bei Mclaren ein britisches Doppel mit Ex-Weltmeister Lewis Hamilton bilden.

© SID

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