Motorsport Formel1
Räikkönen dominiert beide Trainingsläufe

Zum Auftakt des Rennwochenendes zum Großen Preis der Türkei am Sonntag (14.00 Uhr Mesz) setzte sich Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen im freien Training gegen die Mclaren-Mercedes-Konkurrenz deutlich durch.

Ein Ferrari-Doppelschlag, Burgfrieden zwischen den Mclaren-Streithähnen und ein Eklat um einen Gullydeckel: Nach der dreiwöchigen Sommerpause der Formel 1 hat der Auftakt des Rennwochenendes zum Großen Preis der Türkei in Istanbul am Sonntag (14.00 Uhr Mesz) für jede Menge Wirbel gesorgt.

In der Kombination beider Trainingsläufe setzte sich der Finne Kimi Räikkönen gegen seinen Teamkollegen Felipe Massa (Brasilien) und recht deutlich gegen die Konkurrenz von Mclaren-Mercedes durch.

Räikkönen legte die Bestzeit von 1:27,988 Minuten vor, dahinter folgten Massa (1:28,391) und der WM-Führende Lewis Hamilton aus Großbritannien (1:28,469).

"Unsere Zeiten auf neuen und gebrauchten Reifen sehen ganz ordentlich aus", sagte Mercedes-Sportchef Norbert Haug, zufrieden konnte er dennoch nicht sein. Im ersten Training hatten die Silberpfeile noch einen erheblichen Rückstand von rund 1,3 Sekunden auf Räikkönen. Im zweiten Durchgang lief es zwar besser, die Ferrari-Bestzeit wurde aber immer noch um rund eine halbe Sekunde verfehlt.

Ralf Schumacher "wird stetig besser"

Von den fünf deutschen Piloten überraschte Ralf Schumacher (Kerpen/1:28,773) mit seinem vierten Platz ("Es wird stetig besser, bisher sieht es gut aus") und zog damit auch an Weltmeister Fernando Alonso vorbei, der sich mit Position sechs begnügen musste. Nico Rosberg (Wiesbaden) im Williams-Toyota kam auf einen siebten Rang.

Dagegen beklagte BMW-Sauber-Pilot Nick Heidfeld nach Platz 13, dass das "Set-up noch nicht perfekt" sei. Immerhin habe man "trotz der Unterbrechung das Programm weitgehend abgearbeitet".

Der Heppenheimer Sebastian Vettel, der Probleme mit der Schaltung des Toro Rosso hatte, und Adrian Sutil (Gräfelfing) im Spyker-Ferrari kamen auf die Positionen 20 und 21.

Ein nicht richtig verankerter Gullydeckel hatte zuvor das Milliardengeschäft Formel 1 während der zweiten Trainingsphase zum Stillstand gezwungen. Nach einer knappen halben Stunde hatte sich am Ausgang der Kurve zehn ein Gullydeckel gelöst, nachdem Renault-Pilot Giancarlo Fisichella (Italien) die Stelle passiert hatte.

Der Brasilianer Rubens Barrichello im Honda beschädigte sich anschließend eine Hinterradfelge, als er über den Deckel raste. Erst nach einer knappen halben Stunde konnte das Training auf dem 5,338km langen Kurs, der Formel-1-Boss Bernie Ecclestone gehört, wieder aufgenommen werden.

Bereits am Vorabend hatte Mclaren-Mercedes versucht, seine zuletzt völlig zerstrittenen Piloten wieder auf eine gemeinsame Linie einzuschwören. "Wir haben die Vorkommnisse von Ungarn mit beiden Fahrern unabhängig voneinander besprochen, anschließend haben sich Fernando und Lewis im Hotel getroffen und einen konstruktiven Weg für die Zukunft gefunden", hieß es in einer Pressemitteilung des englischen Rennstalls. Nun richte man "die volle Aufmerksamkeit auf den Großen Preis der Türkei und den Rest der Saison".

Alonso und Hamilton wollen konstruktiven Weg finden

An dem Treffen nahmen neben dem zweimaligen Weltmeister Alonso und Hamilton Mclaren-Teamchef Ron Dennis, Mclaren-Geschäftsführer Martin Whitmarsh, Haug sowie Alonso-Berater Luis Garcia-Abad und Hamiltons Vater Anthony teil.

Haug sagte dem sid, die Teamleitung habe versucht, beiden klarzumachen, dass sie Angestellte des Unternehmens seien: "Sie sollen schon den Eindruck haben, dass der Arbeitgeber die Zügel in der Hand hat." Allerdings räumte er ein, dass die Handhabe begrenzt ist: "So weit wir das können, ist das nun ausgesprochen".

Ausgelöst worden war die Eskalation des Fahrer-Streits beim Großen Preis von Ungarn in Budapest vor knapp drei Wochen, als im Qualifying zunächst Hamilton seinen Teamkontrahenten nicht wie vom Team gefordert passieren ließ. Danach revanchierte sich der Spanier beim letzten Boxenstopp, als er seine Abfahrt so lange verzögerte, dass der hinter ihm wartende Hamilton keine Zeit mehr für eine letzte schnelle Runde hatte.

Vor dem Rennen am Sonntag führt Hamilton die WM-Wertung mit 80 Punkten vor Alonso (73), Räikkönen (60) und Massa (59) an. Als bester Deutscher folgt Heidfeld (42) auf Platz fünf.

© SID

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