Motorsport Formel1
Räikkönen holt sich erste Pole der Saison

Der Finne Kimi Räikkönen ist beim Qualifying zum ersten Grand Prix der Formel-1-Saison in Melbourne auf die Pole Position gefahren. Der Ferrari-Pilot verwies Weltmeister Fernando Alonso und Nick Heidfeld auf die Plätze.

Der Finne Kimi Räikkönen hat die erste Pole Position der Formel-1-Saison 2007 geholt. Der Nachfolger von Michael Schumacher im Ferrari fuhr im spannenden Qualifying zum Großen Preis von Australien am Sonntag (4.00 Uhr MEZ/live bei Premiere und RTL) in 1:26,072 Minuten die schnellste Runde. Der Finne steht damit zum zwölften Mal in seiner Karriere bei einem Rennen auf dem ersten Startplatz.

Heidfeld mehr als zufrieden

Zweitschnellster auf dem 5,303km langen Kurs im Albert Park in Melbourne war Weltmeister Fernando Alonso (Spanien/1:26,493), der die Mercedes-Silberpfeile in diesem Jahr zurück in die Erfolgsspur führen soll. Auf Platz drei überraschte der Mönchengladbacher Nick Heidfeld im BMW-Sauber (1:26,556). "Das ist ein fantastisches Ergebnis, ich hätte eher mit Platz fünf gerechnet", sagte der Gladbacher. Auch Neuling Lewis Hamilton aus Großbritannien gab im Mclaren-Mercedes auf Rang vier in 1:26,755 eine überzeugende Vorstellung.

"Iceman" Räikkönen taute nach seiner Bestzeit sogar etwas auf. Erst schaute er sich sein Auto nochmal an, nickte dabei zufrieden und legte schließlich kurz die Hand anerkennend auf den roten Renner. So als wollte er nach seinen vielen Pannenfahrten im Silberpfeil sagen: "Seht her, was ich alles kann, wenn ich nur das richtige Auto habe." Es sei ein fantastischer Tag, einfach ein Traum, meinte der Finne: "Diese Bestzeit macht mich sehr, sehr glücklich. Jetzt wollen wir auch das Rennen gewinnen."

Räikkönen auf den Spuren Fangios

Räikkönen gelang zudem ein Kunststück, das selbst der vor fünf Monaten zurückgetretene Schumacher nicht geschafft hat: im ersten Rennen für Ferrari auf Anhieb auf dem ersten Startplatz zu stehen. Letztmals hatte dies der legendäre Argentinier Juan Manuel Fangio vor mehr als 51 Jahren geschafft, als er am 22. Januar 1956 bei seinem Heim-Grand-Prix in Buenos Aires bei der Premiere im roten Renner auf der Pole Position stand. Vielleicht ein gutes Omen für Räikkönen: Fangio gewann damals auch das Rennen und sicherte sich schließlich zum Jahresende seinen vierten von insgesamt fünf WM-Titeln.

"Man spricht weiter deutsch"

Zufriedene Gesichter gab es bei auch Mclaren-Mercedes. Alonso, der rund 0,4 Sekunden langsamer war als Räikkönen, hat aus Reihe eins alle Chancen, und Teamkollege Hamilton steht im ersten Formel-1-Rennen seiner Karriere als Viertschnellster direkt dahinter. "Zwei Silberpfeile, zwei BMW sowie Nick Heidfeld und Ralf Schumacher unter den ´Top Ten´ - man spricht also weiter deutsch in der Formel 1", sagte Mercedes-Sportchef Norbert Haug.

Nach Heidfeld (1:26,556) war Toyota-Pilot Ralf Schumacher in 1:28,871 auf Platz neun Zweitbester des deutschen Fahrer-Quartetts. Nico Rosberg aus Wiesbaden, der aus deutscher Sicht für viele die größten Chancen im Rennen um die Schumi-Nachfolge besitzt, musste sich im Williams-Toyota mit Position zwölf (1:26,914) zufrieden geben: "Wir waren leider nicht so stark, wie wir es erhofft hatten." Adrian Sutil ("Es hat Riesen-Spaß gemacht") aus Gräfelfing steht in seinem ersten Formel-1-Rennen im Spyker-Ferrari auf dem 21. und vorletzten Startplatz (1:29,339). Dafür war er aber schneller als Teamkollege Christijan Albers (Niederlande), der den Samstag in 1:31,932 als Schlusslicht beendete.

© SID

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