Motorsport Formel1
Red-Bull auch in Abu Dhabi ohne Teamorder

Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz verspricht seinen beiden Piloten auch für das WM-Finale freie Fahrt. So lange beide Fahrer noch Titel-Chancen haben, werde man nicht eingreifen.

Nach dem Gewinn der Konstrukteurs-WM ist Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz "ein ganzer Felsen vom Herzen" gefallen. Für das Formel-1-Finale am kommenden Sonntag in Abu Dhabi verspricht er seinen Fahrern Sebastian Vettel und Mark Webber weiter freie Fahrt im Kampf um die Fahrerkrone. Eine von oben verordnete Teamorder kommt für den Milliardär aus Österreich nicht in Frage. "Ein zweiter Platz unter korrekten Voraussetzungen ist oft wertvoller als ein erster auf Kommando und Bestätigung", sagte Mateschitz dem Fachmagazin Speedweek.

"Die ganze Welt fiel über Ferrari nach der Stallorder in Hockenheim her, und wir waren die Idioten. Wir haben nie an so etwas gedacht, solange unsere beiden Fahrer noch Chancen auf den Titel haben", erklärte Mateschitz. Das ist auch in Abu Dhabi (Sonntag, 14.00 Uhr MEZ/RTL und Sky) noch der Fall. Allerdings kann Konkurrent und Spitzenreiter Fernando Alonso aus eigener Kraft mit einem zweiten Platz beide Red-Bull-Piloten im Titelrennen hinter sich lassen, weil bei den "Bullen" am Sonntag in Sao Paulo Vettel vor Webber gewonnen hatte anstatt umgekehrt.

Konstrukteurstitel beschert "wunderbares Gefühl"

Webber (238 Punkte) liegt acht Punkte hinter Alonso, bei Vettel sind es 15 Zähler Rückstand. Für einen Titelgewinn Webbers dürfte Alonso maximal Dritter werden, für einen Triumph von Vettel bestenfalls Fünfter. "Abu Dhabi wird unglaublich spannend werden. Dann wissen wir, ob wir uns richtig verhalten haben", sagte Mateschitz: "Und es ist nicht gesagt, dass Alonso immer Glück haben muss."

Der Gewinn des Konstrukteurstitels habe ihm "ein wunderbares Gefühl" beschert, sagte der Österreicher: "Wir haben seit fünf Jahren konsequent auf diesen Moment hingearbeitet." Der Titel bedeute für ihn Genugtuung und Freude. "Wir haben dieses Ziel im Vorjahr nur knapp verpasst, jetzt wurde es erreicht", sagte der 66-Jährige, der im Gegensatz zum vorigen Wochenende in Abu Dhabi selbst mit vor Ort sein wird: "Aber es sind erst 50 Prozent geschafft, der Rest kommt hoffentlich nächsten Sonntag."

Dem Team stellte Mateschitz trotz einiger Probleme während der Saison ein gutes Zeugnis aus. Als "meistens fehlerlos" bezeichnete er die Leistung. "Es passierten aber Dinge, die außerhalb unseres Einflusses waren", sagte er: "Was wir unter Kontrolle hatten und wofür wir selbst verantwortlich waren, funktionierte."

© SID

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