Motorsport Formel1
Red Bull präsentiert neues Rennauto

Red Bull hat das neue Rennauto für die Formel-1-Saison 2009 in Jerez vorgestellt. Der Deutsche Sebastian Vettel und der Australier Mark Webber werden künftig den RB5 fahren.

Mit dem neuen Hoffnungsträger Sebastian Vettel will die Party-Truppe von Red Bull in dieser Saison die Formel 1 kräftig aufmischen. Der "Überflieger" hebt allerdings nicht ab, sondern bleibt bescheiden. "In der Formel 1 sind ja keine Pappnasen unterwegs. Selbst wenn man ihnen Dreiräder mit Slicks, Rillenreifen oder sonst was gibt, wird es schwer, schneller als diese Fahrer zu sein", sagte der 21-jährige bei der offiziellen Team-Präsentation am Montag in Jerez/Spanien.

Ohne spektakuläre Show stellte Red Bull das neue Rennauto für diese Saison vor. Vettel und Teamkollege Mark Webber (Australien) enthüllten den RB5 vor Beginn der Testfahrten in der Boxengasse. Neben dem jungen Deutschen ruhen die Hoffnungen des Teams auf dem verbesserten Renault-Motor. "Sebastian ist eines der aufregendsten jungen Talente unseres Sports", lobte Teamchef Sebastian Horner seinen neuen Fahrer, den den Schotten David Coulthard ersetzt.

Vettel: "Ich hoffe, dass das Auto eine Rakete ist"

Vettel fuhr im vergangenen Jahr noch für das Schwester-Team Toro Rosso. Der 21-jährige Hesse gewann am 14. September 2008 den Grand Prix im verregneten Monza und ist damit jüngster Sieger der Formel-1-Geschichte.

Die Jungfernfahrt im neuen Renner durfte Vettel absolvieren. Teamkollege Webber, der nach seinem Radunfall in der Winterpause immer noch humpelt, steigt erst am Dienstag ins Auto.

"Ich hoffe, dass das Auto eine Rakete ist", sagte Vettel, der sich viel vorgenommen hat: "Wenn man der Beste sein will, muss man jeden schlagen. Ganz egal, ob der einen roten, blauen oder gelben Overall trägt."

Gemessen an Topverdiener Kimi Räikkönen, der bei Ferrari mehr als 20 Mill. Euro verdient, ist Vettel (noch) ein Schnäppchen. Der "Bubi-Schumi" kassiert laut Wirtschaftsmagazin Forbes bei Red Bull in dieser Saison 1,5 Mill. Euro.

Etat liegt bei geschätzten 160 Mill. Euro

Trotz der Finanzkrise musste der Rennstall keine Mitarbeiter entlassen. Auch die Werberpartner erhoffen sich mit Red Bull eine rosige Zukunft, so startet das Team mit insgesamt 14 Sponsoren in diese Saison. Der Etat liegt bei geschätzten 160 Mill. Euro.

Vettels größter Fan ist Formel-1-Boss Bernie Ecclestone. "Ich denke, dass Vettel schon 2010 Weltmeister werden kann", sagte der Brite. Der 21-Jährige ist für Ecclestone das außergewöhnlichste Talent im Grand-Prix-Zirkus, auch wenn Vettel im aktuellen Auto keine Chance auf den WM-Titel hat: "Ich bin sicher, dass er nach dieser Saison von einem Top-Team verpflichtet wird und ein Auto bekommt, mit dem er den Titel holen kann."

Die neue Saison beginnt am 29. März mit dem Großen Preis von Australien in Melbourne und umfasst insgesamt 17 Rennen, das sind zwei weniger als im Vorjahr. Der deutsche Grand Prix findet am 12. Juli auf dem Nürburgring statt, Hockenheim ist gemäß der Rotation erst 2010 wieder an der Reihe.

Auf die Frage, ob Vettel auch im Red Bull Rennen gewinnen kann, sagte Horner selbstbewusst: "Ich sehe keinen Grund, warum uns das unter den neuen Regeln nicht gelingen sollte." Das neue Regelwerk sei eine neue Formel für die "Königsklasse", urteilte der Teamchef: "Zumindest im ersten Teil der Saison erwarte ich eine viel größere Streuung zwischen den Teams als in den vergangenen beiden Jahren."

© SID

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