Motorsport Formel1
Renault sichert Alonso volle Unterstützung zu

Weltmeister Fernando Alonso hatte sich nach dem verpatzten Grand Prix von China über mangelhafte Rückendeckung seines Teams beschwert. Renault ließ nun verlauten: "Wir stehen zu 150 Prozent hinter Fernando."

Der französische Formel-1-Rennstall Renault hat die Vorwürfe von Weltmeister Fernando Alonso wegen angeblich mangelnder Unterstützung im Endspurt Weltmeisterschaft zurückgewiesen. "Wir stehen zu 150 Prozent hinter Fernando und seinem Kampf um die Weltmeisterschaft. Die Punktesituation ist momentan so eng, dass man die Fahrer-WM wahrscheinlich gewinnen muss, wenn man auch die Konstrukteurs-WM gewinnen möchte - und umgekehrt genauso", sagte ein Renault-Sprecher. "Es gibt jedenfalls kein Problem in der Beziehung zwischen Fernando und dem Team."

Der Spanier Alonso, der 2007 für Mclaren-Mercedes fahren wird, hatte nach dem zweiten Platz beim Großen Preis von China in Schanghai sein Team beschuldigt, ihn im Kampf gegen Michael Schumacher nicht genug zu unterstützen und stattdessen nur auf die Konstrukteurs-WM zu schauen. Der 25-Jährige hatte vermutet, dass "einige im Team froh wären, wenn ich die Nummer eins nicht mitnehme".

Schumacher erstmals wieder vorne

Nach Schumachers Triumph in Schanghai ist Alonso in der WM-Wertung hinter den Ferrari-Piloten zurückgefallen. Durch eine falsche Reifenwahl, einen verpatzten Boxenstopp und nach Alonsos Meinung zu wenig Schützenhilfe von Teamkollege Giancarlo Fisichella hatte der Spanier den Sieg verpasst. Beim Punktegleichstand von je 116 Zählern spricht jetzt die größere Zahl der Saisonsiege (7:6) für Schumacher, weshalb der Kerpener mit einem Erfolg am Sonntag beim Großen Preis von Japan in Suzuka (7.00 Uhr Mesz/live bei Premiere und RTL) schon im vorletzten Rennen des Jahres den Titel holen könnte, wenn Alonso ausfällt oder maximal Neunter wird.

Bei Renault kann man sich die Kritik des Titelverteidigers kaum erklären. "Ich weiß nicht, was Fernando damit meint. Ich führe das auf die Frustration zurück, dass er in Schanghai einen Sieg aus den Händen gegeben hat, während der einzige Hoffnungsschimmer die wiedererlangte Führung in der Konstrukteurs-WM war", sagte der Teamsprecher.

© SID

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