Motorsport Formel1
Renault-Verkauf angeblich perfekt

Laut Medienberichten ist der Verkauf des Formel-1-Rennstalls Renault perfekt. Demnach sollen 75 Prozent der Anteile abgestoßen werden. Über den Käufer wurde nichts bekannt.

Der Verkauf des Formel-1-Teams Renault ist angeblich perfekt. Laut einem Bericht der britischen BBC soll der französische Automobilkonzern am Donnerstag beschlossen haben, 75 Prozent der Anteile an seinem Rennstall abzustoßen und lediglich eine Minderheit von 25 Prozent zu behalten. Dennoch soll das Team 2010 noch unter dem Namen Renault an der WM teilnehmen. Die Motoren, wohl auch für das Red-Bull-Team von Vize-Weltmeister Sebastian Vettel, sollen weiter von Renault gestellt werden.

Über den Käufer wurde noch nichts bekannt. Unter angeblich vier Interessenten galten zuletzt der Luxemburger Finanzinvestor Gerard Lopez und der Brite David Richards, der sich mit seinem Team Prodrive unter anderem einen Namen in der Rallye-WM und bei den 24 Stunden von Le Mans gemacht hat und zudem Chef von Aston Martin ist, als Favoriten. Bevor der Deal möglicherweise zu Beginn der nächsten Woche offiziell verkündet werden könnte, sollten am Freitag zunächst die Teammitglieder informiert werden.

Lopez bestätigte Interesse an einer Übernahme

Renault hatte 2009 in der Konstrukteurs-WM nur den achten Platz belegt, Rang drei des zu Ferrari wechselnden Ex-Weltmeisters Fernando Alonso (Spanien) in Singapur war das beste Saisonergebnis. Zudem hatte Renault durch den Unfall-Skandal von Singapur 2008 für negative Schlagzeilen gesorgt. Während der frühere Teamchef Flavio Briatore lebenslänglich und der ehemalige Technische Direktor Pat Symonds für fünf Jahre gesperrt wurden, erhielt Renault lediglich eine Bewährungsstrafe. Allerdings hatten die Franzosen sich offenbar beim Automobol-Weltverband FIA verpflichtet, auch 2010 noch in der Formel 1 vertreten zu sein.

Lopez hatte am Mittwoch in Monte Carlo sein Interesse an der Übernahme öffentlich bestätigt. "Die aktuelle Situation in der Formel 1, diese Phase des Wandels, bietet Möglichkeiten für neue Teams und Investoren", sagte er. Sein Interesse an der Formel 1 bestehe nicht darin, Geld verdienen zu wollen: "Eher darin, sie als Geschäftsplattform für andere Dinge nutzen zu wollen. Ich habe dort gesehen, wie sich die erfahrensten Geschäftsmänner in kleine Kinder verwandelt haben."

© SID

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