Motorsport Formel1
Renault will Räikkönen von Ferrari fern halten

In spätestens drei Wochen will Mclaren-Chef Ron Dennis eine Entscheidung im Vertragspoker um den Platz neben Weltmeister Fernando Alonso bekannt geben. Überdies will Renault Kimi Räikkönen von Ferrari fern halten.

Nachdem sich Michael Schumacher und Ferrari auf eine Vertragsentscheidung zum Saisonende geeinigt haben, stehen nun einige andere Personalentscheidungen der Formel 1 unmittelbar bevor: Während Mclaren-Teamchef Ron Dennis in spätestens drei Wochen bekannt geben will, wer 2007 neben Weltmeister Fernando Alonso für sein Team fährt, versucht Renault, den Finnen Kimi Räikkönen vom Wechsel aus dem Silberpfeil zu Ferrari abzubringen.

Renault-Sportchef Alain Dassas erklärte am Rande des Großen Preises von Spanien in Barcelona, dass Geld bei der Verpflichtung eines Nachfolgers von Alonso kein Problem darstellen würde. "Flavio Briatore wird uns Vorschläge machen, aber wir als Renault sind bereit, alles Notwendige zu tun, um einen guten Fahrer zu bekommen", sagte Dassas, nachdem sich Renault wie die anderen großen Hersteller bis 2012 zur Teilnahme an der Formel 1 bekannt hatte.

Angebot von mehr als 100 Mill. Euro für Räikkönen kolporiert

Zuletzt war bereits ein angebliches Renault-Angebot von mehr als 100 Mill. Euro für "Iceman" Räikkönen kolportiert worden. Durch die höheren Einnahmen nach der Einigung der Hersteller über die künftigen finanziellen Rahmenbedingungen der Formel 1 hätte auch Renault mehr Geld für ein Fahrergehalt zur Verfügung. "Wir haben klar gesagt, dass wir im nächsten Jahr einen Fahrer haben wollen, der uns eine Top-Leistung bieten kann", meinte Dassas.

Viele Formel-1-Experten sehen Kimi Räikkönen im nächsten Jahr aber in einem Ferrari, egal, ob Schumacher bleibt oder nicht. Nur mit Räikkönens Zusage in der Hinterhand kann es sich die Scuderia wohl leisten, Schumacher eine Bedenkzeit bis zum Saisonende zu gewähren. Räikkönen selbst erklärte, dass ein Teamkollege keinen Einfluss auf seine Entscheidung habe.

Mclaren will in den kommenden Wochen entscheiden

Mclaren-Chef Ron Dennis, der sich schon im Dezember die Dienste von Alonso für 2007 gesichert hatte, sieht jetzt auch für sein Team die Zeit der Entscheidungen gekommen. "Wir haben einen genauen Plan und wissen, was wir als Team tun. Es ist eine Phase, Entscheidungen zu treffen, und das werden wir innerhalb der nächsten zwei bis drei Wochen tun", sagte der Engländer.

Neben dem voraussichtlichen Abgang von Räikkönen ist auch die Zukunft des Kolumbianers Juan Pablo Montoya offen. Möglicherweise wird DTM-Champion Gary Paffett vom Test- zum Einsatzfahrer befördert oder Mclaren-Junior Lewis Hamilton (beide Großbritannien) aus der GP2-Serie ins Team geholt.

© SID

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