Motorsport Formel1
Rosberg will auf das Podium

Nach dem zweiten Platz im freien Training rechnet sich Nico Rosberg in Monte Carlo Chancen auf den Sieg aus. Damit wäre er schon der zweite Rosberg, der das Rennen gewinnen kann.

25 Jahre nach Keke Rosbergs Sieg im Williams setzt Sohn Nico in seiner Wahlheimat Monaco zum ganz großen Coup an. Der 22-Jährige strebt bei seinem Formel-1-"Heimspiel" in Monte Carlo am Sonntag (14 Uhr/live bei Premiere und RTL) einen Podiumsplatz an.

"Ich fühle mich sehr wohl auf der Strecke. Mit ein bisschen Glück kann es hier sehr weit nach vorne gehen. Ein Podestplatz ist möglich, aber da muss alles passen", sagt der Williams-Pilot. Im freien Training am Donnerstag trumpfte er mit Platz zwei hinter dem Briten Lewis Hamilton im Mclaren-Mercedes und vor Weltmeister Kimi Räikkönen (Finnland) im Ferrari schon mal mächtig auf.

"Warum soll es nicht nochmal klappen?"

Mit seinem zweiten Podestplatz nach Melbourne zu Saisonbeginn würde Rosberg zudem seinem Teamchef Sir Frank Williams das passende Geschenk zu dessen 600. Grand Prix machen. Rosberg weiß, dass er sich ein hohes Ziel gesetzt hat. "So ein Wochenende zu erwischen, passiert nicht so oft, aber in Melbourne hat es geklappt. Warum nicht noch einmal?", meint er.

Den Triumph seines Vaters von 1983 in den Häuserschluchten des Fürstentums zu wiederholen, wäre eine Sensation. "Ich glaube, es wird schwierig für mich, am Sonntag zu gewinnen, aber wer weiß, mit ein bisschen Glück - am Sonntag soll es ja regnen ...", sagt Rosberg und lächelt. Auch beim Erfolg seines Vaters regnete es. Wie hoch der Stellenwert des Glamour-Rennes an der Cote d"Azur ist, weiß Rosberg deshalb ganz genau: "Das ist fast wie eine WM zu gewinnen." Natürlich stehe der WM-Titel über allem, "aber dann kommt schon der Sieg in Monaco".

Bewegte Bilder von der Triumphfahrt des Papas kennt der Sonnyboy allerdings nicht. "Das ist eines der wenigen Rennen, die ich noch nicht gesehen habe", sagt er. Viel verpasst hat der Wiesbadener, dessen Vater Finne und dessen Mutter Sina Deutsche ist, vom Formel-1-Geschehen ansonsten nicht. Besonders in Monaco nicht.

Erste Erinnerungen hat er aus ganz frühen Kindheitstagen. Mit vier Jahren habe er die Königsklasse im Fürstentum erstmals wahrgenommen, meint er. "Schon von klein auf habe ich die Funken da fliegen sehen, wie sie da durchbrettern", erzählt Rosberg über die spektakuläre Tunneldurchfahrt: "Und jeden Morgen bin ich aufgeweckt worden von dem Sound."

"Ein Wahnsinnsgefühl"

Als er 2005 erstmals selbst in einem Rennwagen durch die Straßenschluchten schoss, war der Kindheitstraum erfüllt. "Ich weiß noch, als ich das erste Mal durch den Tunnel gefahren bin, das war in der GP2. Da habe ich geschrien in meinem Helm. Das war ein Wahnsinnsgefühl mit 300 da durch zu fahren. Ich fand s einfach gigantisch." Rosberg gewann am Ende den GP2-Titel, 2006 startete er in der Formel 1 durch.

Nun soll der ganz große Coup folgen. Für Sonntag ist Regen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit angekündigt. Das Rennen auf dem ohnehin schon schwierigen Stadtkurs könnte zu einer Lotterie werden. Dann werde es extrem schwierig: "Besonders hier in Monaco: Da mache ich mir echt Gedanken", sagt Rosberg.

Im vergangenen Jahr hätten die Regenreifen nicht funktioniert. "Wenn das passiert, ohne Traktionskontrolle, dann wird es richtig interessant." Aber Vater Keke weiß ja, wie man bei Regen in Monaco fährt.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%