Motorsport Formel1
Rosberg will noch einmal aufs Treppchen

Nico Rosberg hat in Singapur durchaus Chancen zu punkten. "Podium ist möglich", zeigt sich der derzeitige WM-Sechste vor seinem bevorstehenden Abschied von Williams optimistisch.

Sein Wechsel zu Mclaren-Mercedes oder Brawn scheint längst beschlossene Sache, doch nach vier Jahren würde Nico Rosberg vor seinem Abschied von Williams gerne noch einmal aufs Podium fahren. Am liebsten schon am Sonntag beim Nachtrennen in Singapur (14.00 Uhr Mesz/live bei RTL und Sky), wo er im Vorjahr hinter "Manipulations-Sieger" Fernando Alonso als Zweiter das bisher beste Resultat seiner Karriere gefeiert hatte.

"Ich denke, ein Podium ist möglich", sagte der Sohn des ehemaligen Weltmeisters Keke Rosberg am Donnerstag bei der offiziellen Pressekonferenz für den Großen Preis von Singapur: "Was das Tempo angeht, gehören wir zu den Top 6, mit ein bisschen Glück könnten wir es aber auch in die Top drei schaffen. Das wäre ein großartiges Ergebnis."

Rosberg lässt Vergangenes ruhen

Dass er bei einer eventuellen nachträglichen Disqualifikation Alonsos wegen des Unfall-Skandals sogar am grünen Tisch seinen ersten GP-Sieg erhalten hätte, interessiert Rosberg nicht mehr. "Nein, das ist viel zu weit weg", sagte er am Donnerstag.

Zu Beginn der Woche war Rosberg in Singapur von der ortsansässigen Tageszeitung The Straits Times noch anders zitiert worden. "Der Sieg gehört mir", hatte ihm die Zeitung zugeschrieben und zudem über Unverständnis des 24-Jährigen über die Straffreiheit für Kronzeuge Piquet berichtet. Auch das relativierte Rosberg am Donnerstag: "Immerhin ist durch ihn ja auch erst die ganze Sache ans Licht gekommen."

Wiedergutmachung für Monza

Lieber beschäftigt sich Rosberg mit seiner Zukunft, zunächst mit dem Rennen am Sonntag. "Monza war ein Desaster. Aber hier haben wir wieder die gleiche aerodynamische Abstimmung wie in Valencia, wo es gut für uns aussah", meinte der in Monte Carlo aufgewachsene Wiesbadener hoffnungsvoll: "Zudem haben wir noch ein Update dabei."

Dass es trotz einer zwischenzeitlichen Serie von acht Rennen in Folge in den Punkten in dieser Saison noch nicht zu einem Podiumsplatz reichte, stört Rosberg nicht allzu sehr. "Was zählt, ist die WM-Position. Da bin ich Sechster, was sehr gut ist. Es wird aber nicht einfach, das bis zum Saisonende zu halten", sagte er. Ein Podium als Zugabe wäre allerdings "nett".

Spekulationen über Wechsel zu Mercedes oder Brawn

Damit könnte er sich an Regionen gewöhnen, in denen er sich in Zukunft regelmäßig aufhalten möchte. Lange galt Mclaren-Mercedes als Favorit. Bei den Silberpfeilen würde er auf Noch-Weltmeister Lewis Hamilton treffen, mit dem er seit gemeinsamen Tagen im Kartsport befreundet ist. "Ich würde mich freuen, wieder sein Teamkollege zu sein", sagte Rosberg.

Angesichts eines angeblichen Einstieges von Mercedes bei WM-Spitzenreiter Brawn ist allerdings auch über einen Wechsel in den Stall von Ross Brawn spekuliert worden. Zuletzt hatte Rosberg Gespräche mit beiden Teams bestätigt, ohne sich aber festzulegen. "Sowohl Mclaren als auch Brawn wären für mich interessant", sagte er der Sport Bild.

© SID

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