Motorsport Formel1
Schumacher-Entscheidung erneut vertagt

Im Rahmen des Formel-1-Rennens am Wochenende auf dem Nürburgring wird es definitiv nicht zu einer Entscheidung bezüglich der Vertragsverlägerung von Michael Schumacher kommen. Das betonte Schumachers Manager Willi Weber.

Weiterhin gedulden muss sich das Team von Ferrari, was eine Zusammenarbeit mit Michael Schumacher über das Saisonende hinaus angeht. Eine baldige Einigung der Scuderia Ferrari mit dem siebenmaligen Weltmeister sei ebenso nicht abzusehen wie die Entscheidung über das Ende seiner Formel-1-Karriere oder ein Wechsel zu einem anderen Team.

"Natürlich wünsche ich mir eine schnelle Entscheidung, allerdings ist es definitiv ausgeschlossen, dass wir bereits am Wochenende auf dem Nürburgring etwas verkünden", sagte Manager Willi Weber im Gespräch mit dem Sport-Informations-Dienst (sid) und wies damit entsprechende Gerüchte zurück.

Schumachers Vertrag bei Ferrari läuft zum Saisonende aus. Der 37-Jährige fährt seit 1996 für die Italiener und holte mit dem Rennstall fünf seiner insgesamt sieben WM-Titel. Laut Weber stünden die Chancen für eine Fortsetzung der beispiellosen Karriere seines Schützlings "50:50". Mit einer Entscheidung rechnet der Manager im Juni oder Juli: "Ich weiß wirklich nicht, wozu er tendiert, es ist allein seine Entscheidung."

"Michael hat Lust, ein weiteres Jahr zu bleiben"

Erstmals ließ Weber anklingen, dass der sportliche Erfolg keinen Einfluss auf Schumachers Meinung habe. "Natürlich will Michael immer gewinnen, aber Siege ändern nichts an seiner Einstellung", betonte der Manager. Das allein sei absolut kein Kriterium dafür, ob Schumacher weitermache oder seinen Helm an den Nagel hänge. Einen Tipp fürs "Heimspiel" am Sonntag (14.00 Uhr/live bei Premiere und RTL) hat Weber sofort parat: "Ich gehe doch stark davon aus, dass Michael dieses Rennen gewinnen wird."

Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo hat die Hoffnungen auf ein baldiges Ja-Wort seines teuersten Angestellten noch nicht aufgegeben. "Michael hat Lust, ein weiteres Jahr zu bleiben. Er will aber in fünf Monaten nicht wieder Fragen beantworten, die ihm zurzeit immer wieder gestellt werden. Es wäre besser, wenn er einen Vertrag für weitere zwei Jahre unterzeichnen würde", sagte der Italiener der Gazzetta dello Sport.

Nachdem sich Schumacher mit seinem ersten Saisonsieg in Imola eindrucksvoll im Titelrennen zurückgemeldet hat, freut er sich nun doppelt auf die Reise in die Eifel. "An den Nürburgring zu kommen, ist ja immer besonders schön, doch diesmal ist meine Vorfreude fast noch größer als sonst. Denn diesmal habe ich die Hoffnung, dass wir dort gut aussehen und den Fans einen tollen Tag bereiten können", teilte der Ferrari-Star am Dienstag auf seiner Homepage mit.

"Ferrari ist wieder zurück"

Schumacher beendete mit seinem Triumph die Renault-Dominanz. Für die Franzosen war es nach den Siegen von Weltmeister Fernando Alonso (Spanien) in Bahrain und Australien sowie dem Erfolg von Giancarlo Fisichella (Italien) in Malaysia die erste Niederlage 2006. In der WM-Wertung führt Alonso weiterhin souverän mit 36 Punkten vor Schumacher (21), doch nach Imola sagt Schumacher seinem Rivalen den Kampf an: "Ich bin zuversichtlich, dass wir um Siege kämpfen. Unser Paket ist in diesem Jahr deutlich besser und das verschafft uns allen ein gutes Grundgefühl."

Angesichts der Vorfreude auf sein "Heimspiel" meint Schumacher sogar, dass die Anfangsschwierigkeiten, mit denen er zum Saisonstart gekämpft habe, nun hinter ihm liegen. "Wir glauben, dass wir absolut konkurrenzfähig sein werden und wir haben den festen Willen, vom Nürburgring mit einem Sieg in der Tasche abzureisen", wird er auf seiner Homepage zitiert.

Nach Schumachers 85. Grand-Prix-Erfolg träumt Montezemolo schon von einer rosigen Zukunft und lobt seinen Superstar über den grünen Klee. Disziplin, Leidenschaft, Demut und eine perfekte Vorbereitung seien die Eigenschaften, die Schumacher zum besten Piloten der Welt gemacht hätten, sagte der Ferrari-Boss. Angeführt vom siebenmaligen Weltmeister, glaubt Montezemolo an eine neue Siegesserie der Roten: "Der Wettbewerb ist enorm hart, doch Ferrari ist wieder zurück."

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%