Motorsport Formel1
Schumacher glaubt noch an das "Double"

Ungeachtet der Spekulationen um seinen Rücktritt zum Saisonende geht Michael Schumacher mit unveränderten Zielen ins Saisonfinale: "Wir haben allen Grund, von beiden Titeln zu träumen", sagt der Rekordchampion.

Sollte Michael Schumacher zum Saisonende wirklich von der Formel-1-Bühne abtreten, so will er dies mit dem größtmöglichen Erfolg machen: "Ich sehe durchaus noch sehr gute Chancen, die WM noch zu drehen", ließ der siebenmalige Weltmeister auf seiner Homepage verlauten: "Da ist noch lange nichts entschieden, in vier Rennen kann noch sehr viel passieren. Ich denke, dass wir allen Grund haben, noch von beiden Titeln zu träumen."

"Permanent Druck ausüben"

Um das große Ziel - Sieg in der Fahrer- wie in der Konstrukteurs-Wertung - zu erreichen, gibt Schumacher für die kommenden Aufgaben beginnend mit Rennen in Monza am Sonntag eine klare Marschroute aus: "Die Taktik kann allerdings nur Attacke lauten. Wir müssen einen Rückstand aufholen, das geht nur, indem wir permanent Druck ausüben und immer wieder angreifen." Vor dem Italien-GP hat Schumacher zwölf Punkte Rückstand auf Titelverteidiger Fernando Alonso, bei den Konstrukteuren liegt Ferrari nur zwei Zähler hinter Renault zurück.

"Auf dem legendären Kurs in Monza sind immer wieder bedeutsame Dinge passiert. Ich reise mit einem ganz besonderen Gefühl an", berichtete der 37-Jährige. Der Showdown beginnt für "Schumi" bereits am Mittwochabend mit einem Fußball-Benefizspiel im Brianteo-Stadion.

Der Test von mehr als 20 neuen Wunder-Reifenmischungen in der vergangenen Woche in Monza verlief sehr erfolgversprechend, Teamkollege Felipe Massa fuhr im direkten Duell gegen den Erzrivalen Renault die Bestzeit.

"Man kann doch noch vier Tage warten"

Genervt reagierte unterdessen Schumachers Manager Willi Weber auf die jüngsten Spekulationen um "Schumis" Rückzug aus der "Königsklasse". "Das sind alles nur Vermutungen, es gibt keine offiziellen Aussagen. Man kann doch diese vier Tage auch noch warten und Michael in Ruhe lassen", sagte Weber dem Sport-Informations-Dienst (sid).

Auch Pressesprecherin Sabine Kehm, die am Mittwoch zusammen mit Schumacher im Hubschrauber nach Venedig flog, wo ein Ferrari-Store eröffnet wurde, wollte die Rücktritts-Vermutungen nicht bestätigen. "Ich glaube nicht, dass es wirklich bereits jemand verraten hat. Wir liegen im Plan, und der sieht so aus, dass es Sonntagabend eine Entscheidung gibt", sagte Kehm dem sid.

Dennoch scheint der Abschied des erfolgreichsten Formel-1-Fahrers aller Zeiten beschlossen. Nachdem Renault am Mittwoch seine Fahrerpaarung für das Jahr 2007 bekannt gegeben hat, steht fest, dass der Finne Kimi Räikkönen nicht zu den Franzosen wechselt, sondern aller Voraussicht nach Schumachers Nachfolger bei Ferrari wird.

Die Bild-Zeitung titelte daraufhin bereits auf Seite eins: "Schumi macht Schluss!" Einen Beleg für diese Behauptung blieb das Blatt allerdings schuldig.

© SID

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