Motorsport Formel1
Schumacher im Training schneller als Alonso

Beim Freien Training zum Großen Preis von China hat Michael Schumacher seinen Konkurrenten Fernando Alonso hinter sich gelassen. Der Ferrari-Pilot war als Tages-Fünfter 98 Tausendstelsekunden schneller als der Spanier.

Der Titelkampf in der Formel-1-WM zwischen Michael Schumacher und Fernando Alonso bleibt weiter spannend. Im Freien Training zum Großen Preis von China in Schanghai hatte Schumacher am Freitag mit 98 Tausendstelsekunden die Nase vorn. Ob er aber am Sonntag (8.00 Uhr Mesz/live bei Premiere und RTL) seine Aufholjagd auf den Titelverteidiger erfolgreich fortsetzen und möglicherweise erstmals seit seinem Titelgewinn 2004 wieder die WM-Führung übernehmen kann, ist völlig offen.

"Es ist sehr eng, ich konnte noch nicht alle Daten einsehen", meinte Schumacher. Nach einem bewölkten Tag mit zeitweisem Nieselregen fiel dem Kerpener vor allem die Einschätzung der Reifensituation schwer. "Das ist schwierig vorherzusagen", meinte der Ferrari-Pilot, der in der Tageswertung Fünfter war. Schumacher verwies auf die Bestzeit von Williams-Testpilot Alexander Wurz, der ebenfalls mit Bridgestone-Gummis unterwegs war und BMW-Supertalent Sebastian Vettel um vier Hundertstelsekunden die dritte Freitags-Bestzeit in Folge verwehrte.

Massa zurückgestuft

Was Schumacher nach genauer Analyse vielleicht ein paar Sorgen machen könnte, ist die Tatsache, dass der Ferrari nur eine schnelle Runde fahren kann und danach an Tempo verliert, während Alonso seine Zeit über mehrere Runden auf höherem Niveau hält. Zudem dämpfte ein Rückschlag die Stimmung bei Ferrari: Teamkollege Felipe Massa wird am Sonntag in der Startaufstellung zehn Plätze zurückversetzt, weil an seinem Auto nach einem Motorschaden das Aggregat gewechselt werden musste.

Damit dürfte es für den Brasilianer schwer werden, Schumacher im Duell mit Alonso zu unterstützen und dem Spanier wie schon mehrmals in den zurückliegenden Rennen Punkte wegzunehmen. Zwei Zähler (106:108) beträgt Schumachers Rückstand vor dem 16. von 18 WM-Läufen.

Bester Deutscher: Sebastian Vettel

Bester Deutscher im freien Training war wie zuletzt in Istanbul und Monza der 19 Jahre alte BMW-Sauber-Testfahrer Vettel, der sich diesmal mit Rang zwei begnügen musste. "Die Strecke ist sehr kompliziert, vor allem die erste Kurve und die Haarnadel nach den Geraden. Selbst nach zehn Runden erlebt man immer wieder etwas Neues", sagte Vettel, der zugab, dass ihn der hauchdünne Rückstand "schon ein bisschen geärgert" hat.

Immerhin sammelte Vettel viele Daten für seine Stammfahrer Robert Kubica (Polen) und Nick Heidfeld (Mönchengladbach), die auf die Plätze 16 und 17 fuhren. "Die Hauptarbeit hat Sebastian verrichtet", meinte BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen. "Die Bedingungen waren seltsam: Ich hatte Regentropfen auf dem Visier, der Grip war aber noch da", berichtete Heidfeld.

Zwei Plätze hinter dem Gladbacher landete Toyota-Mann Ralf Schumacher, Nico Rosberg aus Wiesbaden belegte im Williams Rang 25. Die Mclaren-Mercedes-Piloten Pedro de la Rosa (Spanien) und Kimi Räikkönen (Finnland) kamen auf die Plätze 14 und 22, was Mercedes-Sportchef Norbert Haug aber nicht beunruhigte: "Obwohl das Ergebnis es nicht zeigt, glauben wir, dass unsere Basis in Ordnung ist."

Gutes Debüt von Ammermüller

Einen guten Einstand feierte auch Michael Ammermüller aus Pocking, der im dritten Red Bull auf Rang neun fuhr und mit seinem Einstand als Freitags-Tester zufrieden war. "Ich war schon nervöser als in der GP2. Sich an die Strecke zu gewöhnen, war nicht einfach", gab Ammermüller zu: "Aber es fühlt sich schon gut an, zwischen den Alonsos und Fisichellas zu stehen." Inklusive Debütant Angermüller waren am Freitag erstmals in dieser Saison sechs deutsche Fahrer im Einsatz.

© SID

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