Motorsport Formel1
Schumacher im Training Vierter, Strafe für Alonso

Im freien Training zum Großen Preis von Ungarn war Kimi Räikkönen Schnellster. Ferrari-Pilot Michael Schumacher landete auf Platz vier, während der siebtplatzierte Fernando Alonso mit einer Strafe belegt wurde.

Jetzt wird es ganz schwer für Weltmeister Fernando Alonso, sich einen guten Startplatz für den Großen Preis von Ungarn in Budapest zu sichern. Wegen gefährlicher Fahrweise im freien Training am Freitag erhielt der Renault-Pilot am Freitagabend eine Zeitstrafe von zwei Sekunden in jedem der drei Teile der Qualifikation (Samstag, 14.00 Uhr).

Damit haben die Hoffnungen des Spaniers, dessen Vorsprung in der WM-Gesamtwertung vor Michael Schumacher auf elf Punkte zusammengeschmolzen ist, auf ein gutes Resultat am Sonntag (14.00 Uhr/live bei Premiere und RTL) einen herben Dämpfer erfahren. Mit der Zeitstrafe dürfte es für den Renault-Piloten sehr schwer bis unmöglich werden, sich in der Startaufstellung unter die besten Zehn zu schieben.

Alonso: "Passiert doch bei jedem Training"

Alonso hatte sich nach der Anhörung bei den Kommissaren, aber noch vor der Verkündung der Strafe schon "total überrascht" gezeigt. "Was passiert ist, passiert doch bei jedem Training", meinte der 25-Jährige. Im freien Training am Nachmittag war er mit seinem Renault auf Red-Bull-Testfahrer Robert Doornbos aufgelaufen, hatte den dann sehr knapp überholt, ihm die Faust gezeigt und danach hart ausgebremst. Das werteten die Kommissare als "unnötig, inakzeptabel und gefährlich" und brummten dem Spanier dafür eine Sekunde Zeistrafe auf. Die zweite gab es für ein Überholmanöver unter Gelber Flagge (Zeichen für Gefahr und Überholverbot).

Auch Schumacher hatte in dieser Saison schon einmal Ärger mit den Rennkommissaren. Nach seinem umstrittenen "Parkmanöver" in der Qualifikation beim Großen Preis von Monaco musste er dort vom 22. und letzten Startplatz ins Rennen gehen und holte am Ende Platz fünf. Die Strafe gegen Alonso wollte der siebenmalige Weltmeister am Freitagabend nicht mehr kommentieren.

Sportlich hatte Schumacher in Budapest Alonso vor dessen Rückstufung wieder im Nacken gespürt. Fünf Tage nach dem überlegenen Heimsieg in Hockenheim war der Ferrari-Pilot aus Kerpen im freien Training für den Großen Preis von Ungarn in Budapest als Tagesvierter zwar wieder schneller als sein WM-Rivale. Eine Prognose für das Rennen am Sonntag ließ sich der 37-Jährige aber nicht entlocken.

Michael Schumacher bereits vier Mal Sieger in Ungarn

"Es ist alles noch ein bisschen undurchsichtig", meinte Schumacher, der auf dem Hungaroring am Vormittag 1:22,499 Minuten für seine beste Runde benötigt hatte. Am Nachmittag war Alonso, der in der Tageswertung Rang sieben belegte (1:23,097), dagegen acht Zehntelsekunden schneller als der Ferrari-Pilot, der durch drei Siege in den letzten drei Rennen den Rückstand in der WM-Wertung auf Alonso um 14 auf nur noch elf Punkte verringert hat.

"Wir wissen, dass unser Auto gut ist", meinte Schumacher, der in Budapest schon vier Mal (1994, 1998, 2001, 2004) gewann. "Ich kann aber noch nicht einschätzen, wie gut im Vergleich zur Konkurrenz." Dennoch hat der siebenmalige Champion ein "gutes Gefühl" und die Hoffnung, auch am Sonntag wieder ganz vorne landen zu können. "Entscheidend ist, wie konstant die Reifen sein werden."

Auf einzelnen schnellen Runden liegen die Ferrari, neben Schumacher auch der Tageszweite Felipe Massa (Brasilien/1:21,778), vor der Konkurrenz von Renault. Auf längere Distanz sieht es für die zuletzt in Hockenheim sehr schwachen Franzosen besser aus. "Unsere Zeiten scheinen wettbewerbsfähig zu sein. Ich denke, wir sind auf dem richtigen Weg", meinte Alonso.

Die Reifen sind auch beim Trainingsschnellsten Räikkönen noch die große Unbekannte. "Der Morgen war gut, der Nachmittag mit gebrauchten Reifen schwierig", sagte Mercedes-Sportchef Norbert Haug.

Ralf Schumacher Zwölfter

Toyota-Mann Ralf Schumacher war als Zwölfter in 1:23,747 Minuten zweitbester Deutscher vor Nick Heidfeld auf Rang 14 (1:23,934). Unmittelbar hinter dem BMW-Sauber-Piloten landete dessen Teamkollege Robert Kubica (1:24,106), der als Ersatz für den verletzten Jacques Villeneuve am Sonntag als erster Pole überhaupt einen Grand Prix bestreitet. "Robert hat wie erwartet den Einstieg in das Wochenende gut und fehlerfrei bewältigt", lobte BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen den 21-Jährigen. "Das war kein Freitag, wie ich ihn gewohnt war. Ich bin nur fünf fliegende Runden gefahren, von daher war es nicht einfach", meinte der Pole.

Von einem Renneinsatz darf Midland-Testfahrer Markus Winkelhock (Berglen-Steinach) bislang nur träumen. Am Freitag belegte er immerhin Rang 16 (1:24,381) und lag damit drei Positionen vor Williams-Pilot Nico Rosberg aus Wiesbaden (1:24,79).

© SID

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