Motorsport Formel1
Schumacher in Magny-Cours auf der Pole

Ferrari-Pilot Michael Schumacher hat sich im Qualifying zum Großen Preis von Frankreich in Magny-Cours die Pole Position gesichert. Zweiter wurde Schumachers Teamkollege Felipe Massa, Platz drei ging an Fernando Alonso.

Ferrari dominiert die Konkurrenz: Michael Schumacher startet beim Großen Preis von Frankreich am Sonntag (14.00 Uhr/live bei Premiere und RTL) von der Pole Position. Der siebenmalige Weltmeister fuhr im Qualifying für den 11. von 18. WM-Läufen in Magny-Cours in 1:15,493 Minuten auf den ersten Startplatz. Neben dem Ferrari-Piloten steht Teamkollege Felipe Massa aus Brasilien als Zweitschnellster in 1:15,510 in der ersten Reihe.

Der siebenmalige Weltmeister aus Kerpen war 17 Tausendstelsekunden schneller als Massa und rechnet sich jetzt gute Chancen auf seinen achten Frankreich-Triumph aus. "Wir haben gezeigt, dass Indy keine Eintagsfliege war, und das ist sehr schön", sagte Schumacher.

Der 37-Jährige mahnte aber umgehend zur Vorsicht: "Noch haben wir nicht gewonnen, das ist noch ein langer Weg." Ein Sieg wäre im Titelrennen natürlich sehr wichtig, aber längst noch nicht die Wende, meint Schumacher: "Wir kämpfen bis zum Schluss um die WM, es werden noch 80 Punkte vergeben, alles ist offen."

Alonso gibt sich kämpferisch

Enttäuschte Gesichter gab es dagegen bei Renault. Weltmeister Fernando Alonso sieht beide Ferrari als Drittschnellster (1:15,785) zunächst nur von hinten. Mit einem gequälten Lächeln versuchte der Spanier, die bittere Trainingsniederlage herunterzuspielen: "Wir haben weiter alle Chancen, dieses Rennen zu gewinnen. Abgerechnet wird erst zum Schluss."

Fünftschnellster war Toyota-Pilot Ralf Schumacher (Kerpen), der Mönchengladbacher Nick Heidfeld kam im BMW-Sauber nicht über Rang elf hinaus. Nico Rosberg (Wiesbaden) wurde wegen eines Motorwechsels an seinem Williams-Cosworth um zehn Plätze zurückgestuft und startet von Position 19. Kimi Räikkönen (Finnland) landete im Mclaren-Mercedes auf Platz sechs, sein Teamkollege Pedro de la Rosa (Spanien), der den in die USA abgewanderten Juan Pablo Montoya (Kolumbien) ersetzt, machte seine Sache als Achter nicht schlecht.

Für Schumacher war es die vierte Pole Position dieser Saison und die insgesamt 68. seiner Karriere. In der WM-Gesamtwertung belegt der Ferrari-Star mit dem Rückstand von 19 Punkten den zweiten Rang hinter dem führenden Alonso, der vor einem Jahr durch seinen ersten Sieg in Magny-Cours auch die Weichen zum ersten Titelgwinn stellte.

Für Aufregung sorgte Schumacher vor dem Qualifying. Nach einem Feuer im Heckbereich seines Ferrari war das freie Training als "warm up" für die entscheidende Zeitenjagd nach nur fünf Runden für den siebenmaligen Weltmeister vorzeitig beendet. Die Sorge, dass an dem Ferrari der Motor gewechselt werden müsste, was Schumacher in der Startaufstellung um zehn Plätze zurückgeworfen hätte, war jedoch völlig unbegründet. Nach dem Qualifying konnte der Ausnahmefahrer über diese brenzlige Situation sogar Witze machen: "Wir hatten da halt eine Grillparty am Auto."

Ferrari-Technikchef Ross Brawn klärte auf: Michael sei auf einer schnellen Runde gewesen, habe die aber abgebrochen und sei an die Box gekommen: "Der Auspuff war noch sehr heiß und deshalb fing ein Hitzeschild Feuer." Dabei seien einige Kabelstränge beschädigt worden, die daraufhin ausgewechselt wurden.

Für Ralf Schumacher soll Magny-Cours ein Neuanfang werden - und das nicht nur auf der Rennstrecke. Nach der Trennung von Willi Weber im November vergangenen Jahres hat der Toyota-Pilot nun wieder einen Manager. "Schumi II" stellte in Frankreich überraschend den früheren RTL-Programmdirektor Hans Mahr vor. Der Medienprofi soll auch dafür sorgen, dass Ralf Schumachers angekratztes Image wieder aufpoliert wird.

© SID

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