Motorsport Formel1
Schumacher: "Meine Erfahrung soll helfen"

Michael Schumacher ist in seiner neuen Position bei Ferrari beim Großen Preis von Spanien erstmals vor Ort im Einsatz: "Meine Erfahrung kann eventuell hilfreich sein. Diese Position hat es so vorher nicht gegeben."

Um die neue Position von Michael Schumacher beim Formel-1-Rennstall Ferrari hat es im Vorfeld eine Menge Diskussionen gegeben. Nun ist der siebenfache Weltmeister beim Großen Preis von Spanien in Barcelona erstmals höchstselbst vor Ort und erklärt im aktuellen Interview seine Aufgabe im Detail.

Frage: "Mit welchem Gefühl sind Sie nach Barcelona gekommen?"

Michael Schumacher: "Ich wäre nicht hier, wenn ich mich nicht drauf freuen würde. Es gibt keinen Grund für mich, hier sein zu müssen. Ich habe keine Notwendigkeit gesehen, so weit reisen zu müssen und die Überseerennen mitzumachen. Aber hier in Europa mal vorbeizuschauen, die ganzen Freunde zu treffen und auch aktiv ein bisschen mitzuhelfen, das ist schon eine gute Kombination."

Frage: "Was haben Sie bei den ersten Rennen vor dem Fernseher gefühlt?"

Schumacher: "Überraschenderweise nicht sehr viel, weil es zu weit weg war. Es ist eine andere Sache, jetzt hier vor Ort zu sein, das gibt schon andere Empfindungen. Es war interessant, sich die ersten drei Rennen im Fernsehen anzuschauen, aber dass ich dabei besondere Empfindungen gehabt hätte, könnte ich nicht sagen."

Frage: "Können Sie Ihre neue Aufgabe bei Ferrari genauer beschreiben?"

Schumacher: "Es geht darum, dass meine Erfahrung eventuell hilfreich sein kann, um den globalen Überblick über das Geschehen zu bekommen, dass ich eventuell Tipps und Informationen geben kann, an Jean Todt direkt oder die verantwortlichen Ingenieure. Die Position, wie ich sie im Moment ausfülle, hat es vorher nie gegeben. Sie ist dafür gedacht, dass man in schwierigen Phasen eine unterstützende Meinung hat. Im Moment ist das nicht wirklich notwendig. Es ist minimal, was ich beitragen könnte und müsste."

Frage: "Was vermissen Sie am meisten?"

Schumacher: "Den Kontakt zu den Jungs. Speziell der Donnerstag nach den Meetings war immer sehr angenehm, wenn wir zusammen Fußball gespielt haben."

Frage: "Wie viele Sätze haben Sie bislang mit Ihrem Nachfolger Kimi Räikkönen gesprochen?"

Schumacher: "Kimi kenne ich halt noch nicht so lange, aber das wird sich mit der Zeit ändern."

Frage: "Wie sehen Sie die Ablehnung von Bundespräsident Horst Köhler, Sie mit dem Bundesverdienstkreuz auszuzeichnen?"

Schumacher: "Ich finde es schön, dass manche Bürger darüber nachdenken und mir das vielleicht wünschen würden. Das ist viel wichtiger. Ich habe ja jede Menge Titel und Ehrungen in meinem Leben erhalten. Ob ich jetzt eine mehr oder weniger habe, ist mir schon in der Vergangenheit nicht so wichtig gewesen. Und daran hat sich nichts geändert."

Frage: "Bereuen Sie Ihren Rücktritt schon - angesichts der aktuellen Ferrari-Stärke?"

Schumacher: "Nein, im Gegenteil. Ich bin froh, dass es für Ferrari so weitergeht wie es im letzten Jahr aufgehört hat."

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%