Motorsport Formel1
Schumacher: "Mir ging die Straße aus"

Michael Schumacher muss beim Großen Preis von Monte Carlo vom letzten Startplatz ins Rennen gehen. Im Interview äußerte sich der siebenfache Weltmeister zur Bestrafung und die Situation, die dazu führte.

Beim Großen Preis von Monte Carlo muss Ex-Weltmeister Michael Schumacher vom 22. Platz ins Rennen gehen. Im Interview mit den Journalisten sprach der Ferrari-Pilot über die Situation und die daraus resultierende Strafe.

Frage: "Fühlen Sie sich nach Ihrer umstrittenen Aktion im Qualifying schuldig?"

Michael Schumacher: "Stehe ich hier vor Gericht? Wenn ich schuldig sein soll dafür, dass ich zu schnell fahre und dabei Fehler mache, dann bin ich schuldig, ja. Aber ansonsten glaube ich nicht."

Frage: "Warum sind Sie von der Ideallinie abgekommen?"

Schumacher: "Ich habe viel Druck gemacht und die Räder blockiert, dann kam ich ins Rutschen. Mir ging die Straße aus, was hier in Monaco typisch ist. Aber es hat schon vorher angefangen, dass ich in Schwierigkeiten gekommen bin. In Kurve sechs musste ich schon etwas mehr Arbeit am Lenkrad leisten, dann noch einmal in Kurve zehn, der schnellen Schikane. Das Auto war alles in allem etwas unruhiger. Ich habe ein bisschen mehr versucht, und das ist in die Hose gegangen."

Frage: "Hatten Sie Informationen darüber, dass Ihr größter Konkurrent Fernando Alonso zu dieser Zeit auf Pole-Position-Kurs war?"

Schumacher: "Ich war damit beschäftigt, mein Auto zu fahren. Ich hatte überhaupt keine Kommunikation über Funk. Ich wusste zu diesem Zeitpunkt nicht, was die anderen Jungs machen."

Frage: "Ihre Aktion hat eine Welle der Empörung ausgelöst. Wie sehr trifft Sie die Schelte von allen Seiten?"

Schumacher: "Ich weiß, dass es immer Leute gibt, die eine andere Meinung darüber haben. Aber das liegt in meiner Natur und ist der Grund, warum ich seit vielen Jahren so erfolgreich bin. Ich kann damit gut schlafen, man hat eben auch Feinde. Wenn einer sich für die eine Richtung entschieden hat, dann kann ich ihn sowieso nicht überzeugen, was er denken soll oder nicht denken soll. Ich bin seit vielen Jahren dabei, und die Leute sollten besser wissen, wer ich bin und wer ich nicht bin."

Frage: "Aber besonders aus dem Lager Ihrer Fahrerkollegen kamen sehr böse Anschuldigungen. Überrascht Sie das?"

Schumacher: "Es sind über die Jahre hinweg immer die Gleichen, die das behaupten. Wenn man über eine so lange Zeit erfolgreich ist, dann versuchen viele, daran zu rütteln und nutzen jede Gelegenheit. Nur mit den richtigen Informationen kann man wirklich beurteilen, was da auf der Strecke passiert ist. Und nicht jeder hat diese Informationen."

© SID

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