Motorsport Formel1
Schumacher: "Mit uns muss man rechnen"

Rekordweltmeister Michael Schumacher strahlt vor dem Großen Preis von Australien am Sonntag eine Menge Zuversicht aus. "Ferrari ist wieder dabei", meinte der 37 Jahre alte Kerpener angriffslustig.

Bei einem Rugby-Spiel in Melbourne hat Rekordweltmeister Michael Schumacher offenbar die nötige Angriffslust für das nächste Formel-1-Rennen getankt. "Ferrari ist wieder dabei, mit uns muss man rechnen", meinte der siebenmalige Weltmeister vor dem Großen Preis von Australien am Sonntag (6.00 Uhr Mesz/live bei Premiere und RTL). Dies sei ein tolles Gefühl und mit Sicherheit mehr, als man nach dem vergangenen Jahr erwarten konnte, so der 37-Jährige, der sich auf das dritte Saisonrennen im Albert Park besonders freut.

Sieben Zähler Rückstand auf Alonso

Auch der Rückblick auf den ernüchternden sechsten Rang in Kuala Lumpur, wo er 43 Sekunden Rückstand auf Sieger Giancarlo Fisichella (Italien) hatte, konnte Schumacher bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen 26 Grad die gute Laune nicht verderben. Vielmehr sei es ein "super-schönes Gefühl" zu wissen, dass er den Fans zumindest wieder Hoffnung auf ein gutes Wochenende geben könne, sagt der Ferrari-Star. In der WM-Wertung hat Schumacher auf Position zwei sieben Zähler Rückstand auf Weltmeister Fernando Alonso (Spanien), der nach dem Auftakterfolg in Bahrain zuletzt in Malaysia den zweiten Platz hinter seinem Renault-Teamkollegen Fisichella belegte.

Es mache ihm Spaß, auf dem Straßenkurs in Melbourne zu fahren, sagt Schumacher. Die Strecke habe ihm immer gelegen, daher erwartet er ein besseres Ergebnis als in Malaysia und fordert von den Fans: "Drückt uns die Daumen." Schumacher hat den Australien-Grand-Prix bereits viermal gewonnen (2000, 2001, 2002, 2004) - jedesmal mit Ferrari.

Honeymoon-Urlaub mit Ehefrau Corinna

Vor der Reise nach Melbourne hat Schumacher im Honeymoon-Urlaub mit Ehefrau Corinna Kraft für die nächsten Aufgaben gesammelt. Diese Auszeit auf einer malaysischen Insel habe er voll und ganz genossen. "Endlich hatten wir mal wieder ausführlich Zeit für uns alleine", Schumacher: "In den Wochen vor dem Saisonstart war ich sehr viel unterwegs beim Testen. Dann kamen die ersten beiden Rennen direkt hintereinander, so dass wir zuletzt nicht viel Gelegenheit hatten, uns zu sehen. Daher hat diese Woche mehr als gut getan."

Bester Laune ist auch Weltmeister Alonso. Er habe in zwei Rennen 18 Punkte geholt, das sei ein fantastischer Saisonstart. "Jetzt will ich in Melbourne gewinnen", sagt der Spanier: "Das Auto war in den ersten beiden Rennen perfekt. Ich denke, dass wir überall sehr schnell sein werden." Dass Fisichella nach dem Erfolg von Malaysia teamintern bevorzugt werden könnte, glaubt Alonso, der ab 2007 für Mclaren-Mercedes fährt, allerdings nicht: "Wir beide gewinnen für Renault, wer dabei die Punkte holt, ist egal."

Räikkönen bereits unter Druck

Mächtig unter Zugzwang ist bereits Titelfavorit Kimi Räikkönen, für den der Ausfall in Malaysia ein herber Rückschlag war. Er hoffe daher, dass das Wochenende in Australien anders als die bisherigen zwei Rennen ohne Probleme verlaufe. "Ich bin mit dem Auto zufrieden und möchte ordentlich Punkte einfahren, bevor die Saison in Europa weitergeht", sagt der Silberpfeil-Pilot aus Finnland, für den der australische Grand Prix "eines meiner Lieblingsrennen ist. Die Atmosphäre hier ist einfach toll."

Einiges vorgenommen hat sich Nick Heidfeld, nachdem Teamkollege Jacques Villeneuve (Kanada) in Malaysia den siebten Platz belegte und die ersten beiden WM-Punkte für den neuen BMW-Sauber-Rennstall holte. Australien sei sein Lieblingsreiseland aus dem Formel-1-Kalender in dieser Saison, berichtet der Mönchengladbacher: "Um mich an die Zeitzone zu gewöhnen, bin ich auch schon ein paar Tage eher nach Melbourne geflogen." Das ganze Team arbeite derzeit mit Hochdruck an der Zuverlässigkeit, betont BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen: "Was das Tempo angeht, sind wir im Plan. Wir möchten in Melbourne an die gute Leistungsfähigkeit von Malaysia anknüpfen."

© SID

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