Motorsport Formel1
Schumacher soll in den nächsten Wochen entscheiden

Nachdem auch Renault-Boss Flavio Briatore im Buhlen um die Dienste von Michael Schumacher Interesse bekundet hat, geht Ferrari-Technikchef Ross Brawn davon aus, "dass er Ferrari bis Mai oder Juni Bescheid geben wird."

Eine Entscheidung über die Zukunft von Rekord-Weltmeister Michael Schumacher soll aut Ferrari-Technikchef Ross Brawn in den nächsten Wochen fallen. Derweil hat sich im Buhlen um die Dienste des Kerpeners auch Renault-Boss Flavio Briatore zu Wort gemeldet und Interesse an einer Verpflichtung Schumachers bekundet.

Zurzeit finden Gespräche statt. Es liegt an Schumacher, sich zu entscheiden", sagte Brawn in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung: "Wir haben ihm keine Fristen gesetzt, aber ich gehe davon aus, dass er Ferrari bis Mai oder Juni Bescheid geben wird."

Geht es nach Brawn, soll Schumacher, dessen Vertrag zum Saisonende ausläuft, weiter für die "Roten" fahren. Er sehe für Schumacher keinen Grund zum Aufhören. Michael sei so motiviert wie eh und je, sagte Brawn: "Aber auch er braucht zum Gewinnen das entsprechende Auto. Da liegt es an uns, ihm das zu geben."

Ferrari will in Imola vorne mitmischen

Schon beim Ferrari-Heimspiel am Sonntag (14.00 Uhr/live bei Premiere und RTL) beim Großen Preis von San Marino in Imola soll Schumachers Renner siegfähig sein. Dafür setzt Ferrari auf ein verbessertes Aerodynamik-Paket mit neuem Frontflügel, und auch die Motorenprobleme sollen laut Brawn behoben sein.

Schumacher, der zu seiner Zukunft beharrlich schweigt, gibt sich optimistisch und zieht seine Zuversicht auch aus den letzten Tests in Vallelunga und Barcelona. "Ich muss sagen, dass wir sehr gut und zielgerichtet arbeiten konnten", teilte der siebenmalige Weltmeister auf seiner Homepage mit. Der 37-Jährige geht davon aus, "dass wir für alle Probleme Lösungen gefunden haben".

Briatore habe bei Schumacher "schon vorgefühlt"

Während ehemalige Rennfahrer-Größen Schumacher nach dem Mauer-Malheur von Melbourne den Rücktritt zum Saisonende nahegelegt haben, ist der Kerpener nun aber angeblich auch bei Renault als Nachfolger von Weltmeister Fernando Alonso im Gespräch, der ab 2007 für den Rivalen Mclaren-Mercedes fährt. Nach Informationen der Fachzeitung auto, motor und sport habe Briatore bei Schumacher "schon vorgefühlt".

Schumachers Manager Willi Weber bestätigte die Kontaktaufnahme. "Wir kennen uns ja nun schon lange und reden auch viel miteinander. Flavio hat jetzt durchklingen lassen, dass wir vor einer möglichen Unterschrift bei Ferrari noch mal mit ihm reden sollten. Er hätte wohl Interesse", sagte Weber der Bild-Zeitung.

Für Schumacher würde sich mit einem Wechsel zu Renault ein Kreis schließen. Beim Vorgänger-Team Benetton gewann er 1994 und 1995 seine ersten beiden WM-Titel - Teamchef war damals Briatore. Ob Renault allerdings bereit wäre, Schumachers Gehaltsvorstellungen von knapp 40 Mill. Euro pro Jahr zu erfüllen, ist jedoch fraglich. Zudem steht Schumacher laut Weber bei Ferrari im Wort: "Richtig ist, dass wir als erstes nur mit Ferrari reden würden."

In der WM-Wertung belegt Schumacher mit elf Punkten den vierten Rang, hat aber schon 17 Zähler Rückstand auf Alonso. Der Spanier gewann zwei der bisherigen drei WM-Läufe in Bahrain und Australien, sein Teamkollege Giancarlo Fisichella aus Italien unterstrich die Renault-Dominanz mit dem Sieg in Malaysia.

© SID

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