Motorsport Formel1
Schumacher strebt Pole Position an

Der 37 Jahre alte Kerpener dominierte das freie Training zum Großen Preis von San Marino am Sonntag mit einer Zeit von 1:24,751 Minuten und verwies den spanischen Titelverteidiger Fernando Alonso auf Rang zwei.

Rekord-Weltmeister Michael Schumacher hat beim Ferrari-Heimspiel in Imola ein erstes Ausrufezeichen gesetzt und die Hoffnung der Tifosi auf die Wiederauferstehung der "Roten" genährt. Der 37 Jahre alte Kerpener dominierte das freie Training zum Großen Preis von San Marino am Sonntag (14.00 Uhr/live bei Premiere und RTL) mit einer Zeit von 1:24,751 Minuten und verwies den spanischen Titelverteidiger Fernando Alonso (1:25,043) im Renault auf Platz zwei. "In meinen Augen können wir hier um den Sieg mitfahren. Das Ziel im Qualifying am Samstag ist jetzt die Pole Position", erklärte Schumacher und war nicht nur mit dem neuen Aerodynamikpaket an seinem "248f1"-Boliden zufrieden: "Auch die Reifen funktionieren, das war ja zuletzt nicht allzu oft der Fall."

Nach der Talfahrt in den vergangenen beiden Rennen und ungeachtet der Spekulationen über seine Zukunft hofft der siebenmalige Titelträger in der Emilia Romagna auf einen "Neustart" in die Saison. "Der Europa-Autakt soll unser WM-Auftakt werden", versprach "Schumi", der seinen einzigen Saisonsieg 2005 beim Skandalrennen in Indianapolis/USA am 19. Juni gefeiert hatte. An der Stimmung bei der Scuderia jedenfalls kann es nicht liegen. Schumacher: "Es ist so, dass wir in schlechten Zeiten eher noch enger zusammenrücken."

Heidfeld zweitbester Deutscher

Bester Deutscher hinter Schumacher wurde in der Kombination aus beiden Läufen als Zehnter der Mönchengladbacher Nick Heidfeld im BMW-Sauber (1:26,387). Williams-Pilot Nicorosberg (Wiesbaden/1:26,989) belegte Platz 18, auf Rang 22 landete Ralf Schumacher (Kerpen) in 1:27,639 Minuten. Als bester Mclaren-Mercedes-Fahrer kam Juan Pablo Montoya (Kolumbien/1:26,334) auf den neunten Platz.

In Zugzwang will sich Schumacher bei der Entscheidung über seine Zukunft indes nicht bringen lassen - obwohl Ferrari-Technikchef Ross Brawn mit einer klaren Aussage Schumachers "im Mai oder Juni" rechnet. "Es wäre unsinnig, jetzt einen fixen Zeitpunkt, womöglich auch noch eine genaue Uhrzeit anzugeben", meinte "Schumi", der sich von den andauernden Spekulationen sogar ein bißchen geschmeichelt fühlt: "Ich stehe ja nicht vor einem Abgrund, sondern bin in der glücklichen Lage, dass ich für mich selbst entscheiden kann, wie und wann ich weitermachen möchte."

Noch keine Gedanken an "die Zeit danach"

Schumacher gestand aber auch, sich über ein mögliches Leben abseits des Cockpits "noch keine konkreten Gedanken" gemacht zu haben. Klare Vorstellung über die Zukunft seines Sohnes Mick (7) indes hat er aber bereits. Schumacher: "Ich hoffe, er wird Tennisspieler, Golfspieler oder ich weiß nicht was. Was der Vater vorher gemacht hat, das möchte ich ihm nicht zumuten", sagte "Schumi" im RTL-Interview über den Junior.

Alonso: "Michael ist der Maßstab

Vor dem Senior hat die Konkurrenz aber nach wie vor großen Respekt - allen voran Titelverteidiger Alonso: "Michael ist der Maßstab, fast jedes Kind auf der Welt kennt ihn. Geh nach Afrika und sage Michael Schumacher, und die Leute wissen, wen du meinst", erzählte Alonso voller Anerkennung und hat beim Deutschen noch keine Abnutzungserscheinungen entdeckt: "Schumacher ist noch immer so aggressiv und so konkurrenzfähig wie eh und je."

© SID

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