Motorsport Formel1
Schumacher verspricht: "Ich bin extrem heiß"

Die spannende Schlussphase der Formel-1-WM wird am Wochenende in der Türkei eingeläutet. Ex-Weltmeister Michael Schumacher hat angekündigt, den Rückstand auf Fernando Alonso verkürzen zu wollen: "Ich bin extrem heiß."

Ausgeruht, angespornt, angriffslustig: Michael Schumacher startet nach den Formel-1-Ferien auf der Rutschbahn von Istanbul die nächste Attacke auf Weltmeister Fernando Alonso, der zudem am "grünen Tisch" vom Automobil-Weltverband FIA eingebremst worden ist. "Es soll der nächste Schritt zum Titel werden, weiter geht es mit der Aufholjagd. Ich hätte auch auf den Urlaub verzichten können und bin extrem heiß", sagte der siebenmalige Weltmeister vor dem Großen Preis der Türkei (Sonntag 14 Uhr/live bei Premiere und RTL).

Jäger Schumacher will auf dem "Istanbul Park Circuit" an der Nahtstelle von Europa und Asien die Schmach von der Premiere 2005 vergessen machen, als er an letzter Stelle liegend aufgeben musste. "Sportlich war das eine Enttäuschung, aber ich denke, dass ich mich dieses Mal auf dem Kurs wohlfühlen werde", meint Schumacher.

Bridgestone hat einen neuen Wunderreifen versprochen

Und Bridgestone hat einen neuen Wunderreifen versprochen, mit dessen Hilfe der Zehn-Punkte-Rückstand auf Alonso schrumpfen soll. "Wir haben für die Türkei eine weiche Reifenmischung, die Haftung und Haltbarkeit bietet. Bridgestone hat hart gearbeitet, um Ferrari die bestmögliche Chance auf den WM-Titel zu verleihen", sagt Motorsportdirektor Hiroshi Yasukawa.

Ein FIA-Gerichtsentscheid hat Schumachers Chancen auf seinen achten WM-Titel zusätzlich erhöht. Das vierköpfige Berufungsgericht verbot die so genannten Schwingungsdämpfer, die unter anderem in Alonsos Renault eingesetzt worden waren. Das Hilfsmittel zur Verbesserung der Aerodynamik soll einen Vorteil von bis zu 0,3 Sekunden pro Runde gebracht haben.

Das Urteil könnte Michael Schumacher, der ebenfalls eine Schwingungsdämpfung, allerdings ohne bewegliche Teile, einsetzte, einen weiteren Vorteil bringen. Nachdem die letzten vier Rennen mit einer Bilanz von 31:16 klar an den deutschen Ausnahmefahrer gegangen sind, versucht es Renault nach der dreiwöchigen Urlaubspause trotz der Gerichtsniederlage mit Psychologie. Die Boliden für Istanbul wurden von einem Künstler mit einem "Kometen-Design" versehen.

Weltmeister Alonso plagen Zweifel

Trotz der "Raketen-Lackierung" hat Weltmeister Alonso Zweifel: "Auf uns lastet ein ziemlicher Druck, auch wenn wir beim letzten Rennen in Ungarn gezeigt haben, dass der Renault immer noch sehr schnell ist. Jetzt müssen wir uns auf die Arbeit konzentrieren und keine Fehler machen. Ich fühle mich nach dem Urlaub in Bestform."

Das gilt allerdings auch für Schumacher, der sich am Mittwoch mit einem Fußballspiel der "Nazionale Piloti" in Athen ganz locker auf das fünftletzte Rennen der Saison einstimmte. Die Berg- und Talbahn von Istanbul ist eine von zwei Strecken im WM-Kalender, auf denen der Rekordjäger noch nicht gewonnen hat - das soll sich am Sonntag vor 120 000 Zuschauern ändern.

Weber: "Michael wird Weltmeister"

Schumachers Manager Willi Weber ist nach dem gemeinsamen Urlaub im Mittelmeerraum sicher, dass sein Schützling am Ende ganz oben stehen wird. "Michael wird Weltmeister. Das Auto geht, die Reifen sind top - Michael kann die nächsten Rennen gewinnen. Wenn noch ein Puffer dazwischenkommt, hat er die Distanz zu Alonso schnell aufgeholt", sagte Weber dem sid. Dabei hofft er neben Schumis Teamkollegen Felipe Massa (Brasilien) besonders auf die beiden Silberpfeile im 200. gemeinsamen Rennen von Mclaren und Mercedes.

Entgegen seiner eigenen Interessen empfielt Manager Weber, dass Schumacher nach seinem achten WM-Titel zum Saisonende zurücktreten soll. Der 37-Jährige hat allerdings auch nach den freien Tagen offiziell noch keine Entscheidung über seine Zukunft in "meiner sportlichen Liebe Formel 1" getroffen und vertröstet die Motorsportwelt auf das Rennen in Monza (10. September).

Momentan ist im Kopf des Kerpeners nur Platz für die Attacke in Istanbul. Schumacher: "Ich kann die Sache aus eigener Kraft schaffen. Unser Kampfgeist ist auf jeden Fall top."

© SID

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