Motorsport Formel1
Schumacher: "Wer nichts wagt, der nichts gewinnt"

Nach dem Ausscheiden beim Großen Preis von Australien in Melbourne stellte sich Ex-Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher den Fragen der Journalisten. Dabei hielt sich die Enttäuschung allerdings in Grenzen.

In der 34. Runde war das Formel-1-Rennen in Melbourne für Michael Schumacher bereits beendet. Der ehemalige Champion musste nach einem Unfall aussteigen. Nach dem Großen Preis von Australien sprach der Kerpener mit der Presse.

Frage: "Was war der Auslöser für Ihr vorzeitiges Ausscheiden in Melbourne?"

Michael Schumacher: "Ich war im Windschatten hinter Jenson Button, den ich überholen wollte. Das war mein Verhängnis, weil das Auto ein bisschen untersteuerte. Aber wer nichts wagt, der nichts gewinnt. Das ist nun mal eine der besten Überholmöglichkeiten an dieser Stelle. Es ist halt dumm gelaufen für mich, das habe ich sicher nicht so gut gestaltet, wie ich es hätte tun sollen."

Frage: "Sie hatten auch schon vorher einige Verbremser. Waren Ihre Probleme mit den Reifen so groß?"

Schumacher: "Wir haben Reifen für das Rennen gewählt, die, wenn sie einmal auf Temperatur sind, dann auch funktioniert haben - wie man nach den ersten Boxenstopps gesehen hat. Es war aber durch die ganzen Safety-Car-Phasen so, dass wir nie auf Temperatur kamen. Es war extrem schwer, wie auf Glatteis. Dann geht es unheimlich schnell, dass man die Reifen zum Stehen bringt. Das war ein großes Problem, weil die Reifen nach zwei Verbremsern komplett ruiniert waren."

Frage: "Hat Sie deshalb auch Vitantonio Liuzzi im Toro Rosso überholt?"

Schumacher: "Ja. In der Situation hatte ich mich verbremst und bin raus ins Gras gerutscht. Dann war er hinten dran und hat natürlich die Gunst der Stunde genutzt."

Frage: "Haben Sie Befürchtungen, dass die Saison so verlaufen könnte wie das frustrierende Jahr 2005?"

Schumacher: "Ich glaube nicht, dass wir über 2005 reden müssen, weil wir letzten Endes wesentlich konkurrenzfähiger sind. Aber wir müssen sicher noch sehr hart an uns arbeiten. Mit der Performance, die wir hier gezeigt haben, können und dürfen wir nicht zufrieden sein. Wir waren teilweise schnell genug, aber wir müssen halt unter allen Umständen schnell sein."

© SID

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