Motorsport Formel1
Schumacher will Alonso zu Hause bezwingen

Ferrari-Pilot Michael Schumacher will am Sonntag seinen siebten Sieg beim Grand Prix von Spanien in Barcelona feiern. Der Kerpener hofft seinen WM-Konkurrenten Fernando Alonso bei dessen Heimspiel besiegen zu können.

Michael Schumacher will nach den Siegen in Imola und auf dem Nürburgring nun am Sonntag beim Großen Preis von Spanien in Barcelona (14 Uhr/live bei Premiere und RTL) den dritten Sieg in Serie einfahren. Im Erfolgsfall würde der Kerpener seinem WM-Konkurrenten Fernando Alonso ausgerechnet bei dessen Heimspiel einen weiteren Nadelstich versetzen. "Ich freue mich auf den nächsten Kampf", sagte der Ferrari-Pilot angriffslustig und hat ein klares Ziel ausgegeben: "Wir wollen die Erfolgserlebnisse aus den letzten beiden Rennen wiederholen. Ich denke, das kann uns gelingen."

Erstmals seit fast 20 Monaten hat Schumacher wieder zwei Rennen in Folge gewonnen und sogar die Chance auf den dritten. Eine solche Serie gab es zuletzt in seiner Mega-Saison 2004, als er vom 30. Mai auf dem Nürburgring bis zum 15. August in Budapest die Rekordzahl von sieben Siegen in Serie feierte. Danach gab es bis zum Comeback auf dem obersten Podestplatz vor gut zwei Wochen in Imola eine lange Durststrecke mit nur zwei Siegen in 27 Rennen, einer davon noch beim Skandal-Rennen in Indianapolis 2005. Mit der Erinnerung an die schlechten Zeiten im Kopf ist Schumacher deshalb noch nicht euphorisch.

"Vom Naturell her vorsichtig"

"Wir sind von unserem gesamten Naturell her vorsichtig und wissen, dass ein neues Rennen eine neue Geschichte ist. Wir wissen ganz genau, wie schnell sich die Dinge drehen können, schließlich haben wir das gerade selbst demonstriert", sagt Schumacher, der aber dennoch mit viel Selbstvertrauen in die Höhle des Löwen nach Barcelona fährt, wo 130 000 Fans auf dem ausverkauften Circuit de Catalunya Alonso zum ersten Heimsieg schreien wollen.

"Manchmal sind diese direkt aufeinander folgenden Rennen wirklich gut - sie erlauben es, ein Hochgefühl zu konservieren und ins nächste Rennen mitzubringen", erklärt der Kerpener, der momentan den Lohn für die Entwicklungsarbeit der letzten Monate erntet. "Ich bin verdammt stolz auf diese Truppe. Dass wir beim fünften Saisonrennen das beste Paket präsentieren konnten, nachdem wir in der vergangenen Saison weit abgeschlagen waren, das macht diesem Team so schnell keiner nach", lobt er die Scuderia.

"Wir haben uns Schritt für Schritt nach vorne gerobbt, haben jede Kleinigkeit überprüft und verbessert, haben Neuerungen entworfen und so das Auto in jedem Bereich kontinuierlich verbessert", meint der 37-Jährige, der in Barcelona schon sechsmal gewonnen hat (1995, 1996, 2001, 2002, 2003, 2004) und konstatiert, "dass unsere Entwicklungsarbeit der letzten Wochen nicht nur die schnellste, sondern auch die beste war".

Noch 13 Punkte Vorsprung

Erstmals in dieser Saison hatte Ferrari am vorigen Wochenende in der Eifel das beste Auto und Weltmeister Renault den Rang abgelaufen, was dort bei Teamchef Flavio Briatore und Alonso erste Nervosität ausgelöst hat, auch wenn Schumacher in der WM-Wertung immer noch 13 Punkte zurückliegt (31:44). Der Spanier forderte noch am Nürburgring Verbesserungen für sein Auto. Schließlich erwarten seine Landsleute von ihm bei der 50. Auflage des spanischen Grand Prix nichts anderes als den ersten Sieg eines Spaniers. 2003 (hinter Schumacher) und 2005 (hinter Mclaren-Mercedes-Pilot Kimi Räikkönen) war Alonso als Zweiter jeweils knapp daran vorbeigeschrammt.

Besonderen Druck spürt der jüngste Weltmeister aller Zeiten dadurch aber nicht. "Druck hat man nur, wenn man nicht das Maximum gibt. Ich gebe aber immer mein Bestes", sagt der Asturier und fügt hinzu: "Sobald das Visier runterklappt und das Rennen beginnt, spielt das ohnehin keine Rolle mehr." Dennoch würde er zu Hause schon gerne endlich einmal gewinnen. "Im vorigen Jahr war mir das noch nicht so wichtig, da wollte ich nur Rennen gewinnen, egal welche", meint Alonso: "In diesem Jahr ist das anders. Wenn ich mir zwei oder drei Rennen aussuchen könnte, die ich gewinnen will, dann wäre Barcelona definitiv eins davon."

© SID

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