Motorsport Formel1
Schumacher will in Malaysia wieder vorne angreifen

Der Formel-1-Zirkus gastiert am Sonntag (8.00 Uhr MEZ/live bei Premiere und RTL) in Malaysia und Michael Schumacher hat nach dem erfolgreichen Saisonstart Blut geleckt. Der Ferrari-Pilot will ganz vorne angreifen.

Michael Schumacher hat nach dem zweiten Platz zum Saisonstart in Bahrain Blut geleckt und fiebert dem nächsten Rennen gegen die Konkurrenten Fernando Alonso und Kimi Räikkönen am Sonntag (8.00 Uhr MEZ/live bei Premiere und RTL) in Malaysia entgegen.

Im freien Training musste der Kerpener auf der 5,543 km langen Strecke den zwei Titel-Rivalen den Vortritt lassen müssen. Weltmeister Fernando Alonso (Spanien), der das Auftakrennen in Bahrain gewann, fuhr im Renault die fünftbeste Zeit, Mclaren-Mercedes-Pilot Kimi Räikkönen (Finnland) landete auf Platz sechs. Dennoch war Schumacher ganz zufrieden. Man dürfe nicht nur auf die Zeiten schauen: "Wir haben das Auto weiter verbessert, das war ermutigend. Wir sollten auch hier wieder flott unterwegs sein."

Schnellster am Freitag war Williams-Testfahrer Alexander Wurz aus Österreich. Der Mönchengladbacher Nick Heidfeld belegte in seinem BMW-Sauber Position 15, Ralf Schumacher kam im Toyota nicht über Platz 18 hinaus. Neuling Nico Rosberg (Wiesbaden), der bei seinem Formel-1-Debüt in Bahrain als Siebter auf Anhieb in die Punkteränge gefahren war, wurde in seinem Williams nur an 22. Stelle notiert.

"Es ist schön, wieder kämpfen zu können, das habe ich mir ja so sehr gewünscht", meint der siebenmalige Weltmeister. Schumacher ist am Montag in Malaysia eingetroffen und kann den nächsten Showdown kaum erwarten. Alle bei Ferrari seien heiß darauf, dass es so weitergehe, sagt Schumacher, der seine saisonübergreifende Durststrecke von elf Rennen ohne Sieg beenden will. Der Kerpener hatte seinen letzten Sieg beim Skandalrennen von Indianapolis am 19. Juni 2005 eingefahren.

Schumacher: "Ergebnis ist phänomenal"

Er habe nie vermutet, dass Ferrari gleich im ersten Rennen so gut aussehen würde. "Wenn man bedenkt, wie weit weg wir am Ende der vergangenen Saison waren und wie chancenlos wir da eigentlich gewesen sind, dann ist dieses Ergebnis wirklich phänomenal", sagt der Ferrari-Star.

Mit jedem Erfolg steigen zudem die Chancen, dass Schumacher seinen Vertrag bei Ferrari verlängert und seinen Helm doch noch nicht an den Nagel hängt. Doch daran will der 37-Jährige derzeit nicht denken, sondern zeigt sich stattdessen angriffslustig: "Es wird eng, es wird ein harter Kampf, aber so muss es doch sein."

Weber: "Michael ist wieder da"

Gerüchte, wonach die Vertragsverlängerung schon beschlossen sei, weist Willi Weber entschieden zurück. "So euphorisch und happy wir jetzt sind - wir warten mit der Entscheidung bis zum Sommer", meint der Schumacher-Manager. Der Schwabe muss aber zugeben, dass Ferrari den Wunsch seines Schützlings nach einem schnellen Rennauto erfüllt hat: "Das ist großartig, Michael ist wieder da."

Rivale Alonso, der in Bahrain nur knapp den Sieg vor Schumacher ins Ziel rettete, weiß, was die Stunde geschlagen hat. "Dieses Jahr wird es schwieriger, den Titel zu gewinnen", meint der Spanier und begründet dies: "2005 gab es ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Mclaren. Dieses Jahr werden Ferrari und Honda hinzukommen." Das sieht auch Norbert Haug so. "Unser Ziel ist der Titel, aber man darf Michael Schumacher dabei nie abschreiben", sagt der Mercedes-Sportchef.

Für Schumacher ist es schier unglaublich, dass Ferrari die große Lücke geschlossen hat, "denn wir wissen doch alle, wie schwer in der Formel 1 selbst die kleinsten Fortschritte zu machen sind". Es sei einfach wunderbar zu sehen, dass sich die harte Arbeit im Winter so ausgezahlt habe. Schumacher: "Eine bessere Belohnung und Motivation für die nächsten Rennen kann es gar nicht geben."

Für Weber steht bereits fest, wer in Malaysia die Nase vorn hat. "Bahrain war stark, aber jetzt ist Schluss mit lustig. Am Sonntag gewinnt der Michael", tönt der Manager. Und für seinen Optimismus gebe es gute Gründe, sagt Weber: "Wer den Michael in den letzten Wochen erlebt hat, der hat gespürt, was los ist. Er und das ganze Ferrari-Team haben nur ein Ziel: Sie wollen unbedingt ihren Titel zurück."

© SID

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