Motorsport Formel1
Schumachers Zukunft beschäftigt Fahrerlager

Wie geht es für Michael Schumacher weiter? Diese Frage beschäftigt vor, während und nach dem Großen Preis von Barcelona das Fahrerlager in der Formel 1. Schumacher selbst will sich erst nach der Saison dazu äußern.

Die Zukunft von Michael Schumacher ist weiterhin offen. Der siebenfache Formel-1-Weltmeister will sich mit Gattin Corinna beraten, Manager Willi Weber fordert ein Ende der Dauer-Diskussion, und Formel-1-Boss Bernie Ecclestone rät dem Rekord-Weltmeister zum Rücktritt. Auch wenn Schumacher selbst seine Entscheidung bis zum Saisonende vertagt hat, gab es im Fahrerlager in Barcelona nur ein Thema: Hängt Schumacher seinen Helm an den Nagel oder fährt er 2007 gemeinsam mit Kimi Räikkönen bei Ferrari? Für Ecclestone ist die Sache klar. "Ein Weltmeister sollte auf dem Höhepunkt abtreten. Für Michael heißt das: nach seinem achten Titelgewinn", sagte der 76 Jahre alte Brite der Bild am Sonntag.

Schumachers Manager nerven die andauernden Spekulationen. "Was die Fans und die Weltpresse jetzt tun sollten: uns in Ruhe lassen, uns nicht jeden Tag mit der Entscheidung bombardieren. Es kommt wie es kommt, es ist sowieso nicht aufzuhalten", sagte Willi Weber dem Pay-TV-Sender Premiere.

Entscheidung erst zum Saisonende

Der siebenmalige Weltmeister Schumacher hatte mit der Aussage überrascht, dass er sich in Absprache mit seinem Ferrari-Team erst nach dem letzten Rennen der Saison entscheiden muss, ob er seinen Vertrag verlängert oder seine Karriere beendet. Ursprünglich war diese Entscheidung bis Juli erwartet worden.

"Ich glaube, wir sollten eigentlich gar nicht mehr auf diese Daten einsteigen. Mitte des Jahres, Ende des Jahres, nach dem Rennen, vor dem Rennen - für mich ist ganz wichtig, dass wir jetzt den Kopf für andere Dinge frei haben, nämlich Rennen zu gewinnen und letzten Endes auch den Titel, die Weltmeisterschaft. Das ist das Entscheidende, das Wichtigste", sagte Weber.

Schumacher hatte nach den beiden Siegen in Imola und auf dem Nürburgring den Rückstand auf Titelverteidiger und WM-Spitzenreiter Fernando Alonso vor dessen Heimspiel auf 13 Punkte reduziert. Nach der neuen Frist von Ferrari könnte Schumacher jetzt abwarten, ob er in dieser Saison seinen achten WM-Titel gewinnt und danach möglicherweise zurücktreten.

"Gebt uns bitte diese Zeit"

Für dieses Ziel fordert Weber Unterstützung. "Gebt uns bitte diese Zeit, uns voll auf das zu konzentrieren, was wir eigentlich tun sollten, nämlich Rennen gewinnen", meinte Weber: "Denn Alonso zu schlagen und den Titel zurückzuholen, das wäre das Größte für die Fans, für die Weltpresse - und natürlich auch für Michael und mich."

Weber denkt allerdings nicht, dass Schumacher die Entscheidung über sein Karriereende vom sportlichen Erfolg abhängig macht. "Ich glaube nicht, dass es Titel sind, Erfolge oder was auch immer, was ihn zum Bleiben oder Gehen bewegen könnte", meinte der Schwabe: "Zu sagen, dass es genug war, ist eine persönliche Entscheidung."

Weber, der Schumacher 1991 in die Formel 1 gebracht hatte, würde den Abschied seines Schützlings ohnehin bedauern: "Ich muss ganz ehrlich sagen: Es wäre schade, wenn er sich so entscheiden würde, denn ich würde ganz gerne noch zwei Jahre dranhängen, aber das ist meine persönliche Meinung. Er muss das selbst entscheiden - und ich weiß, er hat sich noch nicht entschieden."

© SID

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