Motorsport Formel1
"Schumi" absolviert ersten Test in Jerez

Formel-1-Pilot Michael Schumacher ist am Donnerstag ins Testprogramm seines Arbeitgebers Ferrari eingestiegen. Somit ist "Schumi" erstmals seit 1998 wieder vor Weihnachten bei Testfahrten im Einsatz.

Für Rekordweltmeister Michael Schumacher hat die Vorbereitung auf die kommende Saison begonnen. Um 9.13 Uhr rollte der 36 Jahre alte Ferrari-Pilot im südspanischen Jerez erstmals aus der Box. Nach einem kleinen Ausrutscher gleich in der ersten Kurve der noch feuchten Strecke lief das Testprogramm des siebenmaligen Champions problemlos an. Im südspanischen Jerez drehte der Kerpener insgesamt 68 Runden - und markierte gleich die Tagesbestzeit. Unterdessen hat der Münchner Automobil-Konzern BMW im US-Chip-Riesen Intel einen neuen potenten Partner präsentiert.

Schumacher ist erstmals seit 1998 wieder vor Weihnachten bei Testfahrten im Einsatz. "Ich hatte ganz oft Kontakt mit Maranello und mich ständig über die Tests informiert. Deshalb wollte ich auch selber wieder fahren", hatte der Kerpener im Vorfeld der Testfahrten gesagt.

"Ich spüre viel weniger Power"

Irgendwie sei nach dieser Saison, die nach vielen Schwierigkeiten für ihn mit dem dritten Platz und dem Verlust des WM-Titels nach fünf Jahren an der Spitze endete, "alles anders als sonst" gewesen, sagte Schumacher, der in den vergangenen Jahren den Winter immer mit seiner Familie in seinem Haus in Norwegen verbracht hat: "Ich hatte überhaupt kein Bedürfnis nach Urlaub, ich hatte keine Lust auf Ausruhen."

"Ich spüre viel weniger Power, aber das ist keine Überraschung", sagte Schumacher nach seinem ersten Kontakt mit dem neuen V8-Motor der Scuderia, der rund 200 PS weniger leistet als das bisherige V10-Triebwerk. Insgesamt war Schumacher positiv überrascht. "In der ersten Runde war ich schockiert, aber dann habe ich gemerkt, dass ich nicht das volle Potenzial des Motors ausgenutzt habe. Ich merke den Leistungsverlust, aber ich hatte es viel schlimmer erwartet", meinte Schumacher, für den das neue Triebwerk vor allem "total anders" klingt.

BMW macht Nägel mit Köpfen

Bei BMW kennt man das Wort Ausruhen derzeit auch nicht. Die Münchner gaben am Donnerstag eine langfristige Zusammenarbeit mit Intel bekannt, die sich dem Vernehmen nach über mindestens fünf Jahre erstreckt. Das US-Unternehmen dürfte als künftig zweitgrößter Sponsor neben Hauptgeldgeber Petronas rund 35 Mill. Euro pro Jahr zahlen.

Die Kooperation zwischen den beiden Konzernen geht allerdings noch weit über ein Sponsorenengagement und technische Partnerschaft beim neuen BMW-Sauber-Team hinaus, mit dem die Münchner 2006 erstmals in Eigenregie in der Königsklasse antreten. Die Amerikaner werden künftig auch an der Computertechnologie im gesamten BMW-Konzern von der weltweiten Vernetzung über die Werkstätten bis in die Autos maßgeblich beteiligt sein.

© SID

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