Motorsport Formel1
"Schumi" bereitet sich im F 2007 auf Comeback vor

Im alten F 2007 bereitet sich Michael Schumacher auf sein Formel-1-Comeback vor. Am Freitag drehte der Rekordweltmeister auf der Ferrari-Privatstrecke in Mugello erste Runden.

Rekordweltmeister Michael Schumacher hat sich mit Feuereifer in die Vorbereitung für sein spektakuläres Comeback in der Formel 1 gestürzt. Laut Bild-Zeitung drehte der siebenmalige Weltmeister bereits am Freitagmorgen ab 10.43 Uhr unter Ausschluss der Öffentlichkeit im alten Ferrari-Modell F 2007 erste Testrunden auf der Rennstrecke in Mugello.

In dem Auto, mit dem Kimi Räikkönen 2007 zum WM-Titel fuhr, absolvierte er in fast zwei Stunden rund 35 Runden. Offiziell war es ein Privattest für das Comeback am 23. August in Valencia, denn den Teams sind während der Saison Tests untersagt. Vom Team war demnach niemand dabei.

Ferrari-Sportdirektor Massimo Rivola bat laut motorsporttotal. com die anderen Teams in einem Brief allerdings um eine Sondererlaubnis für einen Test im aktuellen Boliden F60. Sollten die Konkurrenten geschlossen zustimmen, könnte Schumacher zumindest einen Probelauf in seinem künftigen Dienstwagen absolvieren. Zumindest die sieben Ferrari-Mitstreiter der Teamvereinigung Fota signalisierten bereits ihr Einverständnis.

Schumacher bittet Clienti um Hilfe

"Das Testverbot in der Formel 1 ist ja bekannt, daher habe ich die Jungs von F1 Clienti kontaktiert, ob die mir ein Auto geben können", hatte Schumacher auf seiner Internetseite erklärt. Clienti ist für ausrangierte Formel-1-Ferraris zuständig.

"Zwar kann ich hier keine aktuellen oder letztjährigen Autos fahren, aber ich möchte eben so viel wie möglich fahren, und da ist das schon mal eine gute Option. Die nächsten Wochen stehen dann ganz im Zeichen dieser Vorbereitung", meinte der siebenmalige Weltmeister.

Sein Arzt Johannes Peil sieht aus Fitnessgründen keine Bedenken. "Es gibt das System Schumacher. Michael hat die Chance, erfolgreich zurückzukehren, wenn er dieses System wieder anwirft", sagte der Chefarzt der Sportklinik in Bad Nauheim dem SID: "40 ist nicht gleich 40, auch wenn man manche Vorgaben des Alters nicht brechen kann. Wenn Michael Schumacher vor drei Jahren aufgehört hätte zu trainieren, hätten wir jetzt null Chancen. Aber er hat seit dem Rücktritt fast in der Frequenz wie früher und seit Frühjahr 09 in der Frequenz wie früher trainiert."

"Schumi" ist fit für die Königsklasse

Allgemein sei seine Fitness "natürlich nicht mit 2006 vergleichbar, aber er ist auf einem sehr guten Niveau für die Formel 1. Er wird körperlich in der Lage sein, die nötigen Leistungen zu bringen. Mental hat er sogar Vorteile zu 2006. Er ist psychisch ausgeglichen und erholt."

Nicht äußern wollte sich Peil zur Nackenverletzung des siebenmaligen Weltmeisters. "Das soll Michael irgendwann selbst sagen, was passiert ist", meinte er und erklärte: "Bei solchen Unfällen bleibt immer etwas übrig, was behandelt werden muss."

Schumachers Heimatstadt Kerpen steht nach der Rückkehr des berühmtesten Sohns der Stadt in den Formel-1-Zirkus derweil kopf. Das Rennen in Valencia wird in der Jahnhalle per Public Viewing live übertragen. Dies war in der 64 000-Einwohner-Stadt auch in den vergangenen Jahren bei allen Rennen mit Schumacher stets der Fall, nur wenige Stunden nach der Ankündigung des 40-Jährigen reagierte die Stadt umgehend. 1 000 Menschen haben in der Jahnhalle Platz, Eintritt wird nicht verlangt.

"Iceman" Räikkönen lässt sich nicht beirren

Dagegen lässt der Rummel den "Iceman" Räikkönen ganz offensichtlich kalt. "Mir ist egal, wer den zweiten Ferrari fährt", sagte der Finne, dessen Teamkollege Schumacher als Ersatz des verletzten Brasilianers Felipe Massa sein wird. "Es wird nett sein, ihn als Teamkollegen zu haben", sagte Räikkönen immerhin: "Schon in der Vergangenheit waren wir nah dran, Kollegen zu werden."

Die Tests am Freitag mussten offiziell von den F1 Clienti und nicht vom Rennteam durchgeführt werden, sonst würde ein Verstoß gegen das Testverbot vorliegen. Strengstens verboten ist es, das neue Modell mit allen technischen Neuerungen zu testen. Schumacher kann sich aber zumindest wieder an die Geschwindigkeit gewöhnen.

Den Donnerstag hatte er bereits im Ferrari-Hauptquartier in Maranello verbracht, "um am statischen Simulator die Funktionalität des Lenkrads zu checken", erklärte Schumacher.

© SID

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