Motorsport Formel1
Schumi entscheidet erst in Monza über Zukunft

Michael Schumacher lässt weiter alle im Dunkeln im Hinblick auf die Entscheidung über seine Rennsport-Zukunft. Erst beim Rennen in Monza will er bekanntgeben, ob er zurücktreten oder weiter für Ferrari fahren wird.

Noch immer ist ungewiss, ob die Fans von Michael Schumacher auch in der kommenden Saison dem Rekordmeister wieder zujubeln können. Der deutsche Formel-1-Pilot will seine Entscheidung über Rücktritt oder Vertragsverlängerung erst im Rahmen des Rennens in Monza am 10. September bekanntgeben. "In Monza gibt es eine offizielle Mitteilung, wie ich mich entschieden habe", erklärte "Pokerface" Schumacher vor dem Großen Preis von Kanada am Sonntag (19 Uhr Mesz/live in RTL und Premiere). Im einwöchigen Abenteuerurlaub mit Ehefrau Corinna in Nordamerika habe er noch keinen endgültigen Entschluss gefasst. Für die neue deutsche Formel-1-Hoffnung Nico Rosberg ist aber schon alles klar. "Michael macht weiter bis 2008, weil er Spaß hat und immer noch einer der Besten ist", verkündete der Wiesbadener.

Schumi startet ruhig ins freie Training

Im ersten Teil des freien Trainings ließ es Michael Schumacher am Freitag ruhig angehen. In 1:18,994 Minuten lag der Ferrari-Pilot auf Position vier deutlich hinter der Spitze. Die Bestzeit fuhr der polnische BMW-Testfahrer Robert Kubica (1:16,390). Ralf Schumacher landete im Toyota auf Rang 12. Weltmeister Fernando Alonso (Spanien) fuhr genau wie BMW-Pilot Nick Heidfeld (Mönchengladbach) nur eine Einführungsrunde, Nico Rosberg wurde im Williams gar nicht auf der Strecke gesichtet.

Es spricht tatsächlich vieles für eine Fortsetzung der Karriere, zumal Schumacher und Kimi Räikkönen unabhängig voneinander ein mögliches neues Dreamteam bei Ferrari ab 2007 für möglich erklärten. "Ich und Ferrari haben die Teamkollegen noch nie danach ausgesucht, dass ich schneller bin. Und das würde auch in Zukunft so bleiben. Mir hat noch niemand die Butter vom Brot genommen", erklärte Schumacher in Montreal selbstbewusst. "Iceman" Räikkönen meinte, dass "die Entscheidung über meine Zukunft nicht von Michael abhängt". Der auch von Renault umworbene Finne, der bis Saisonende von Mclaren-Mercedes bezahlt wird, soll bereits einen Vorvertrag bei Ferrari unterschrieben haben.

Schumacher: "In Nordamerika werden die Karten neu gemischt"

Dazu passt, dass Schumachers derzeitiger Teamkollege Felipe Massa (Brasilien) bestätigte, dass er für die kommende Saison neben Ferrari auch mit anderen Teams im Gespräch für ein Cockpit sei. Zuvor soll die Nummer zwei Schumacher aber noch zum achten WM-Titel führen. "Es wäre schön, wenn Felipe meinem Konkurrenten Alonso ein paar Punkte wegnehmen könnte. Dann wird es leichter für mich", meinte der Kerpener. Die 23 Punkte Rückstand zu Weltmeister Alonso aus der ersten Hälfte der WM seien aufholbar: "Wir haben schließlich noch die zweite Halbzeit und da wollen wir genug Punkte holen, dass wir am Ende vorn sind. In Nordamerika werden die Karten neu gemischt."

In Kanada hat Schumacher bereits siebenmal gewonnen und rechnet sich dank neuer Aerodynamikteile, einem verbesserten Triebwerk und einer Getriebeöl-Innovation "sehr gute Chancen auf den Sieg" aus. Alonso schied in den vergangenen beiden Jahren dagegen auf dem Hochgeschwindigkeits-Stadtkurs jeweils aus, einen Podestplatz gab es hier für ihn noch nie. "Ferrari ist in Kanada und beim nächsten Rennen in den USA der Favorit", meinte der Spanier.

Zusätzlich motiviert wird Schumacher vom Erfolg des deutschen Fußball-Nationalteams - selbst im Urlaub sah er das Spiel gegen Ecuador live. Das Match gegen Schweden will er sich am Samstag zwischen freiem Training und Qualifying anschauen - "notfalls lasse ich mir einen kleinen Bildschirm aufs Lenkrad bauen".

© SID

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