Motorsport Formel1
"Schumi" hat noch lange nicht genug

Michael Schumacher kann sich noch einen langen Verbleib im Motorsport vorstellen. Der 37 Jahre alte Ferrari-Pilot sagte in einem Interview, dass Rennfahrer nicht "wie Fußballer mit Ende Dreißig aufhören müssen".

Michael Schumacher hat noch längst nicht genug vom Motorsport und der Formel 1. "Ich glaube nicht, dass Rennfahrer wie Fußballer mit Ende Dreißig aufhören müssen", sagte der siebenmalige Weltmeister aus Kerpen in einem Interview. Die Frage, wie lange man sich im Motorsport an der Spitze halten könne, sei noch unbeantwortet, meinte der 37-Jährige, der auf die größere Erfahrung bei älteren Piloten hinwies.

Prost als Vorbild

Sogar ein längerfristiger Vertrag scheint plötzlich nicht mehr ausgeschlossen. Ein gutes Beispiel ist für Schumacher der Franzose Alain Prost, der sei mit fast 40 Jahren zum vierten Mal Weltmeister geworden. Im höheren Alter lasse zwar die Reaktionsgeschwindigkeit nach, "doch es gibt eine längere Phase, in der dies mit Erfahrung auszugleichen ist", so "Schumi" im Gespräch mit dem Nachrichtenmagazin Focus. Am Dienstag wird Schumachers neuer roter Renner, mit dem Ferrari Jagd auf Weltmeister Fernando Alonso (Spanien) machen will, in Maranello feierlich enthüllt.

Auch den Wechsel zu einem anderen Team schloss Schumacher nicht völlig aus: "Unser Sport unterliegt permanenten Veränderungen." Er besitze noch Reserven, sagte der Ferrari-Star, der aber auch seine Verbundenheit zum Rennstall aus Maranello immer wieder zum Ausdruck brachte: "Ich habe dort viele Freunde. Ein Verbleib wäre daher das Logischste."

Erst vor wenigen Tagen hatte "Schumi" verlauten lassen, er werde Ferrari zu 99,9 Prozent die Treue halten, "wenn alles so bleibt". Der Starpilot fährt seit zehn Jahren für die Scuderia und holte von 2000 bis 2004 fünfmal in Folge den WM-Titel.

Schumacher hatte die Spekulationen über seine Zukunft selbst in Gang gesetzt, da er die Verhandlungen mit Ferrari verschob und eine Entscheidung von den Resultaten in diesem Jahr abhängig machen will. Sein Vertrag läuft zum Saisonende aus, erst im Sommer will er über eine mögliche Verlängerung nachdenken. Schumacher deutete seinen Rücktritt an, falls ihm Ferrari wie 2005 erneut kein Auto zur Verfügung stellt, mit dem er Rennen gewinnen kann: "Eigentlich kann nur der WM-Titel unser Ziel sein."

Optimistisch stimmen Schumacher vor allem die Ergebnisse der jüngsten Tests mit dem neuen Ferrari in Jerez. "Wir waren gut unterwegs. Ich habe ein sehr positives Gefühl mitgenommen. Alles deutet darauf hin, dass wir konkurrenzfähig sein werden", meinte der 37-Jährige.

© SID

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