Motorsport Formel1
Schumi II denkt noch nicht ans Aufhören

Während Bruder und Rekordweltmeister Michael Schumacher sein Dasein als "Frührentner" genießt, schließt Ralf Schumacher einen Abschied aus der Formel 1 aus: "Daran verschwende ich keinen Gedanken."

Rekordweltmeister Michael Schumacher hat seine einzigartige Formel-1-Karriere beendet und wird den Saisonstart in Melbourne am kommenden Wochenende als sportlicher Früh-Rentner im Fernsehen verfolgen, Bruder Ralf Schumacher denkt aber noch lange nicht an seinen Abschied aus der Königsklasse. "Daran verschwende ich keinen Gedanken. Wenn mir das Fahren weiter so viel Spaß macht, bin ich auch in acht Jahren noch dabei", sagte der Toyota-Pilot in einem Interview der Bild am Sonntag.

"Ich kann heute sagen: Die Formel 1 macht mir so viel Spaß, dass ich nie mehr ohne sie leben möchte", sagte der 31 Jahre alte Kerpener, der seine Karriere erst beenden will, "sobald ich merke, dass ich nicht mehr hundertprozentig hinter dem Aufwand stehe". Schumacher gab zu: "Des Geldes wegen muss ich nicht mehr Formel 1 fahren, da bin ich aus dem Gröbsten raus." Sein Toyota-Vertrag ist mit geschätzten 14 Mill. Euro bestens dotiert.

Kein Neid festgestellt

Neid auf sein Gehalt habe er aber noch nie erfahren, meinte der sechsmalige GP-Sieger, der sich selbst zu den drei besten Piloten zählt, aber noch auf den ersten Erfolg mit Toyota wartet. "Ich will es so sagen: Durch das Interesse der Medien ist unser Sport als Werbebühne für die ganz großen Konzerne interessant. Das ist wie im Boxen und im Fußball. Dadurch ergeben sich andere Gehälter und Wertschätzungen", sagte er: "Vielleicht muss ich an dieser Stelle mal Niki Lauda zitieren. Der hat das mal gut erklärt: Als Formel-1-Pilot bekommst du 20 Prozent deines Gehalts fürs Autofahren - und den Rest dafür, dass es schiefgehen kann."

Für die Zeit nach seiner Karriere als Fahrer kann sich Ralf Schumacher, dessen Bruder Michael Ferrari als Berater erhalten geblieben ist, durchaus vorstellen, in der Formel 1 zu bleiben. "Ich erwische mich jetzt schon häufig dabei, wie ich aus der Sicht eines Teamchefs denke. Wer weiß, vielleicht ist das eines Tages was für mich", sagte "Schumi II": "Ich spreche viel mit Gerhard Berger und Niki Lauda, die sich im Formel-1-Geschäft klasse auskennen. Es gibt im Management-Bereich einige interessante Aufgaben."

© SID

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