Motorsport Formel1: "Schumi II" sagt der Konkurrenz den Kampf an

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"Schumi II" sagt der Konkurrenz den Kampf an

Mit hohen Erwartungen und viel Optimismus geht Ralf Schumacher das neue Formel-1-Jahr an. "Für uns müssen Siege die Zielsetzung sein", meinte der Kerpener bei der Vorstellung des neuen Rennwagens.

Formel-1-Pilot Ralf Schumacher hat zwei Monate vor Beginn der Formel-1-Saison 2006 die Messlatte hoch gelegt. "Siege müssen die Zielsetzung sein. Ob das realistisch ist, werden wir beim ersten Rennen sehen", sagte "Schumi II" im Interview bei der Präsentation des neuen Toyota.

Frage: "Mit mehr als 400 Mill. Euro verfügt Toyota über den größten Etat in der Formel 1. Was sind Ihre Ziele für die neue Saison?"

Ralf Schumacher: "Für uns müssen Siege die Zielsetzung sein. Ob das realistisch ist, werden wir beim ersten Rennen in Bahrain am 12. März sehen. Ich bin aber zuversichtlich, das Auto hat sich bei den letzten Tests sehr gut angefühlt. Ein Vorteil ist vielleicht, dass wir schon vor dem Jahreswechsel mit dem neuen Auto getestet haben. Fest steht: Es geht in die richtige Richtung."

Frage: "Wie war die Umstellung vom V10- auf den V8-Motor? Die Ingenieure meinten, starke Vibrationen würden die Piloten belasten."

Ralf Schumacher: Natürlich ist das von der Power ein Schritt zurück. In den ersten Runden war es schon ein wenig fremd, aber man gewöhnt sich schnell daran. Alles in allem ist es sehr interessant. Das neue Heck ist sicher ein Schritt nach vorn. Mit den Vibrationen habe ich keine Probleme, unser Motor läuft sehr angenehm. In der Reifenentwicklung müssen wir aber noch einen Schritt nach vorne machen."

Frage: "Kann man den Leistungsstand des "Tf106"-Boliden schon mit dem anderer Teams vergleichen?"

Ralf Schumacher: "Die erste Konkurrenz war der Renault, aber ansonsten ist es schwierig. Ich weiß nicht, wer wirklich schon mit dem aktuellen Auto unterwegs ist. Ferrari fährt noch mit dem Wagen von 2004. Und da muss man sich erstmal darauf konzentrieren, ein gescheites Auto zu bauen."

Frage: "Es gab Spekulationen über einen Wechsel Ihres Bruders Michael zu Toyota. Wie haben Sie das alles verfolgt, gibt es eine Vereinbarung, niemals gemeinsam in einem Team zu fahren?"

Ralf Schumacher: "Was heißt Vereinbarung? Grundsätzlich würden wir das schon untereinander besprechen, wenn es denn so sein sollte. Aber Michael hat keine Andeutungen gemacht, von Ferrari wegzugehen. Er ist sehr glücklich dort. Ich glaube nicht, dass er sich nach so langer Zeit nochmal auf ein neues Team einstellen will."

Frage: "Was hat sich nach der Trennung von Manager Willi Weber für Sie verändert?"

Ralf Schumacher: "Nichts hat sich geändert, im Ablauf ist alles gleich geblieben. Man braucht keinen Manager, um Formel 1 zu fahren. Ich bin in der Lage, meinen Ablauf selbst zu regeln. Außerdem habe ich ja eine Sekretärin, die sich schon seit fünf Jahren um meine Dinge kümmert."

© SID

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