Motorsport Formel1
"Schumi" konzentriert sich voll auf den Titelkampf

Ob Michael Schumacher in der kommenden Saison noch in der Formel 1 fahren wird, lässt der Kerpener weiter offen. "Schumi" richtet derzeit alle Konzentration auf den Gewinn des WM-Titels und das Duell mit Fernando Alonso.

Anstatt sich Gedanken über seine Zukunft in der Formel 1 zu machen, ist Michael Schumacher derzeit voll auf den Titelkampf in der WM fokussiert. Dahinter muss der Entschluss über seine sportliche Zukunft zurückstehen. "Bis heute habe ich noch keine Entscheidung getroffen. Wer weiß - vielleicht kriege ich ja noch mehr Zeit", sagte der siebenmalige Weltmeister vor dem Großen Preis der Türkei am Sonntag (14 Uhr Mesz/RTL und Premiere live) mit einem geheimnisvollen Lächeln. Damit geht das unendliche Hickhack um die wichtigste Frage in der Formel 1 in die nächste Runde.

Nachdem ursprünglich zu Saisonmitte die Nachricht verkündet werden sollte, hatte Ferrari die Vorstellung der Fahrerpaarung für 2007 auf Wunsch von Michael Schumacher auf das Rennen am 10. September in Monza verschoben. Die verbliebene 14-Tage-Frist scheint dem 37-Jährigen nun aber zu kurz zu werden. Möglicherweise will Schumacher so lange warten, bis die Titelentscheidung gefallen ist. Ob Ferrari einem derartigen Ansinnen seiner Vorzeigefigur allerdings zustimmt, ist ungewiss.

Schumacher im Titelkampf selbstbewusst

Schumachers Manager Willi Weber hatte seinem Schützling empfohlen, nach einem möglichen achten Weltmeistertitel zum Saisonende zurückzutreten. Das würde im Gegenzug bedeuten, dass "Schumi" im Falle eines WM-Triumphes für Fernando Alonso (Spanien) im nächsten Jahr einen weiteren Anlauf nimmt. Derzeit liegt der Kerpener fünf Rennen vor Schluss zehn Punkte hinter dem Weltmeister im Renault.

Schumacher sieht seine Titelchancen aber als sehr gut an, zumal das Berufungsgericht des Automobil-Weltverbandes FIA das Verbot des sogenannten Schwingungsdämpfer im Renault bestätigt hatte. "Ich bin sehr selbstbewusst wegen der WM. Ich war schon überrascht, wie viel Boden Renault in den letzten Rennen verloren hat." Der Ferrari-Pilot glaubt daran, das sein Erzrivale ohne das Hilfsmittel zur Verbesserung der Aerodynamik "ein bisschen langsamer sein wird". Alonso geht mit dem Verbot ein Vorteil von geschätzten 0,3 Sekunden pro Runde verloren - eine Welt in der Formel 1.

Schumacher im Fahrerlager der WM-Favorit

Deshalb spricht auch im Fahrerlager alles für Schumacher - und damit für einen möglichen Rücktritt des Champions zum Saisonende. "Ferrari hat das bessere Auto, das besser Package und den besseren Fahrer", meinte Bruder Ralf Schumacher von Toyota. Williams-Pilot Nico Rosberg sieht "das Verbot des Dämpfers als schlechte Nachricht für Renault". BMW-Pilot Nick Heidfeld wurde deutlicher: "Das wird Renault stärker treffen als Ferrari. Michael macht es, er wird Weltmeister." Zuvor hatten in einer Umfrage der "Abendzeitung" schon sieben Teamchefs auf Schumacher als Champion getippt - an Alonso glauben neben seinem eigenen Boss Flavio Briatore nur noch sein künftiger Arbeitgeber Mclaren-Mercedes und Toyota.

Alonso hatte mit hinter dicken Sonnenbrillengläsern versteckten Augen zuvor verkündet, dass man nicht gegen das umstrittene Verbot der Schwingungsdämpfer vorgehen werde. "Wir akzeptieren die Situation. Ich habe nicht die Spur von Angst, wir holen uns den Titel. Dass wir die Schwingungsdämpfer nicht einsetzen können, wird keinen Einfluss haben. Michael Schumacher ist unter Druck, er liegt zurück." Das sieht Pokerface "Schumi" allerdings ganz anders und will sich auch nicht von den endlosen Diskussionen um seine Zukunft ablenken lassen: "Die Situation ist ein Motivationsschub für mich."

© SID

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