Motorsport Formel1
"Schumi" verpasst Pole in Hockenheim

Beim Qualifying zum Großen Preis von Deutschland in Hockenheim hat Mclaren-Mercedes-Pilot Kimi Räikkönen die Pole Position ergattert. Neben ihm in Startreihe eins steht Michael Schumacher.

HOCKENHEIM. Trotz der knapp verpassten Pole-Position beim Heimrennen konnte sich Michael Schumacher als Gewinner fühlen. Der siebenmalige Formel-1-Weltmeister startet beim Großen Preis von Deutschland neben dem Trainingsschnellsten Kimi Räikkönen aus der ersten Reihe und hat vier Fahrer als Puffer zwischen sich und WM- Spitzenreiter Fernando Alonso. „Mir wäre es zwar lieber, auf der Pole-Position zu stehen. Aber ich bin glücklich, Fernando dort zu haben, wo er ist“, sagte Schumacher nach seinem zweiten Platz im Qualifikationstraining auf dem Hockenheimring.

Das Daumendrücken seiner Ehefrau Corinna in der Box und das lautstarke Anfeuern der „Schumi“-Fans auf den auch am Samstag nur spärlich besetzten Tribünen reichten Schumacher nicht zur erhofften 69. Trainingsbestzeit seiner einmaligen Karriere. „Es hat leider nicht mit der Pole-Position geklappt“, sagte der Ferrari-Star aus Kerpen. „Aber ich hoffe, dass der Grund dafür darin besteht, dass wir schwerer als die Konkurrenten sind.“

Schumacher kann bei seiner aufreibenden Aufholjagd auf Alonso nun nicht nur mit der Schützenhilfe durch seinen drittplatzierten Teamkollegen Felipe Massa rechnen, sondern auch auf Unterstützung durch Räikkönen. „Ich hoffe, dass wir in Kimi jemanden gefunden haben, der schnell zu sein scheint“, sagte der 88-malige Grand-Prix- Gewinner. „Ich hoffe aber natürlich, dass ich die Platzierung im Rennen umdrehen kann.“

Vor dem zwölften Saisonlauf am Sonntag (Start: 14.00 Uhr/RTL und Premiere) liegt Schumacher mit 79 Punkten noch 17 Zähler hinter Alonso (96). Sollte beim vorerst letzten Grand Prix in der Kurpfalz der Zieleinlauf identisch mit dem Qualifying sein, würde der deutsche Verfolger sechs Punkte auf den spanischen Titelverteidiger gut machen können. Entsprechend enttäuscht reagierte Alonso auf seinen schlechtesten Startplatz in dieser Saison - und das ausgerechnet an seinem 25. Geburtstag: „Natürlich ist die Position nicht das, was wir uns vorgestellt hatten. Aber ich denke, wir haben mehr Benzin an Bord als die anderen.“

Der normalerweise emotionslose „Iceman“ Räikkönen zeigte dagegen ungewohnte Gefühlsregungen nach seiner ersten Pole-Position seit knapp einem Jahr. „Das ist natürlich toll“, sagte der McLaren- Mercedes-Mann zu seiner Bestzeit in 1:14,070 Minuten. „Wir sind noch nicht da, wo wir sein wollen, aber auf einem guten Weg.“ Mercedes- Motorsportchef Norbert Haug lobte den Finnen: „Das war eine Superrunde von Kimi.“ Schumacher benötigte auf seiner 4,574 Kilometer langen Hausstrecke 0,135 Sekunden mehr.

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