Motorsport Formel1
"Schumi" will Aufholjagd beim Heimspiel fortsetzen

Voller Selbstvertrauen geht Michael Schumacher in das Rennwochenende am Hockenheimring. Dort will der Ferrari-Pilot den 17 Punkte Rückstand auf Fernando Alonso am Sonntag (14.00 Uhr) weiter reduzieren.

Vor dem Heimspiel am Sonntag am Hockenheimring (14.00 Uhr/live in RTL und Premiere) träumt Michael Schumacher weiterhin von seinem achten WM-Titel. "Unser Kampfgeist ist geweckt, wir wollen diesen Titel haben", gibt sich der Kerpener selbstbewusst. Auch die 17 Punkte Rückstand auf Fernando Alonso lassen beim Ferrari-Piloten keine Zweifel an diesem Vorhaben aufkommen: "Wir haben uns fest vorgenommen, die WM noch rot zu färben. Hockenheim soll der nächste Schritt werden."

Die Entscheidung über seine Zukunft allerdings will Schumacher nicht von einem neuerlichen Gewinn der Weltmeisterschaft abhängig machen. "Da geht es um andere Dinge", sagte der 37-Jährige der Wochenzeitung Die Zeit. Unmittelbar nach dem übernächsten Grand Prix in Budapest (6. August) wird sich Schumacher mit seinem Manager Willi Weber in einen einwöchigen Urlaub an die Cote d´Azur zurückziehen. "Das wird seine Entscheidung reifen", kündigte Weber an.

"Michael ist um einen Hauch mehr motiviert"

Moralische Unterstützung erhält Schumacher vor dem 12. von insgesamt 18 Saisonrennen von Niki Lauda. Nach Einschätzung des Ex-Weltmeisters hat "Schumi" im Duell mit Renault-Pilot Alonso am Ende sogar die Nase vorn. "Die beiden sind als Fahrer gleich gut. Aber Michael ist um einen Hauch mehr motiviert. Darum hat er die größeren Chancen", behauptete Lauda im kicker.

Schumachers Hoffnungen in seinen Heimvorteil ("Das bedeutet einen Schuss Extra-Motivation") will indes Alonso für seine Zwecke nutzen. "Ein Sieg in Deutschland wäre für mich unter psychologischen Aspekten sogar viel mehr wert als zehn Punkte." Es sei immer wichtig, "Michael zu schlagen", meinte der Titelverteidiger, der am Samstag zu seinem 25. Geburtstag wieder mit der obligatorischen Riesentorte im Fahrerlager überrascht werden soll.

Schumacher ist zuversichtlich

Beflügelt durch die jüngsten Saisontriumphe drei und vier in Indianapolis und Magny-Cours stört Schumacher scheinbar auch die Tatsache nicht sonderlich, dass er aus eigener Kraft nicht mehr Weltmeister werden kann. "Die Dinge können sich so schnell ändern, dass ein vermeintlich sicherer Vorsprung plötzlich verschwunden sein kann", spekulierte "Schumi" mit zuversichtlichem Blick auf die sieben "Finalläufe".

Dass in Hockenheim ein Abschied der besonderen Art warten könnte, daran will Schumacher keinen Gedanken verschwenden. Nach 20 Jahren Dauerpräsenz und der wahrscheinlichen Rotations-Variante mit dem Nürburgring droht der Hockenheimring 2007 vorübergehend aus dem Formel-1-Kalender zu verschwinden. Für den Kerpener käme es in diesem Fall nur zu einer Rückkehr ins Nordbadische, wenn er seinen Vertrag mit Ferrari um zwei Jahre verlängert.

"Silberpfeile" wollen auf´s Podium

Einen Podiumsplatz beim Heimspiel peilen die "Silberpfeile" an, die 6 500 Zuschauer auf der eigenen Mercedes-Tribüne erwarten. "Es muss uns allerdings gelingen, das Rennen aus den ersten beiden Reihen aufzunehmen", forderte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug ein starkes Qualifying seiner Fahrer. Allerdings hatte bislang kein Pilot so viel Pech in Hockenheim wie Mclaren-Mercedes-Fahrer Kimi Räikkönen, der allein in den vergangenen beiden Jahren wegen Defekten ausgefallen war.

Als derzeitiger Sechster in der Konstrukteurs-WM mit 122 Punkten Rückstand auf Primus Renault gibt sich BMW-Sauber bescheidener. BWM-Motorsportdirektor Mario Theissen erwartet, dass die ersten sechs Plätze von den drei führenden Teams belegt sind. "Dahinter kämpfen mindestens vier Teams um die Punkte. Da sind wir dabei", prophezeit Theissen. Die weiß-blauen F1.06-Boliden werden aber nicht wie in Magny-Cours mit den "Twin-Tower"-Flügeln starten dürfen. Der Weltverband FIA verbot am Dienstag die vertikalen Luftleitbleche, da sie angeblich die Sicht des Fahrers behindern.

© SID

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